Die Symptome einer Magen-Darm-Grippe

18. September 2018

Vielleicht ist auch Ihnen die letzte Magen-Darm-Grippe nur zu gut in Erinnerung: Ohne Vorwarnung wird einem plötzlich schlecht und man schafft es gerade noch auf die Toilette. Erkrankte können kaum etwas bei sich behalten und zur ständigen Übelkeit gesellt sich dann auch noch der leidige Durchfall – man fühlt sich hundeelend. Das ist eine Magen-Darm-Grippe, wie sie im Buche steht. Warum ist die Magen-Darm-Grippe eigentlich eine solche Qual und welche Symptome gibt es noch?

Wann treten erste Symptome einer Magen-Darm-Grippe auf?

Die Erreger einer Magen-Darm-Grippe bewirken eine Entzündung der Schleimhäute im Magen-Darm-Trakt. Ist man erst einmal mit einem Erreger der Magen-Darm-Grippe infiziert, dauert es meist nur wenige Stunden bis sich Symptome äußern. Bei manchen Erregern kann diese sogenannte Inkubationszeit aber auch einige Tage bis Wochen dauern.

Unterschiedliche Erreger, unterschiedliche Inkubationszeiten:

  • Noro- und Rotavirus: 10 bis 50 Stunden
  • Salmonellen: 5 bis 72 Stunden, abhängig von der Menge der Salmonellen
  • EHEC: meist drei bis vier Tage

Die typischen Symptome einer Magen-Darm-Grippe

Die Magen-Darm-Grippe oder auch Gastroenteritis geht vor allem mit Durchfall einher. Sehr häufig kommen dazu noch Übelkeit und Erbrechen. Aus diesem Grund wird das Magen-Darm-Leiden manchmal auch als Brechdurchfall bezeichnet.

Zusätzlich zu Übelkeit und Erbrechen treten bei einer Magen-Darm-Grippe diese Symptome auf:

  • Bauchschmerzen und -krämpfe
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • leichtes Fieber

Bei heftigem Brechdurchfall verliert der Körper schnell eine große Menge an Wasser und wird so zusätzlich geschwächt. Vor allem bei Kleinkindern und älteren Personen ist eine Dehydrierung, also großer Flüssigkeitsverlust, gefährlich: Es kann zur Austrocknung kommen, Symptome hierfür sind:

  • eine trockene Zunge und Lippen
  • Blutdruckabfall
  • Schwindel
  • eingesunkene Augen
Typische Symptome einer Magen-Darm-Grippe sind Durchfall und Übelkeit

In diesem Fall ist es wichtig, den Flüssigkeitsverlust schnell auszugleichen, notfalls ist eine Infusion durch den Arzt nötig. Mit der Flüssigkeit gehen auch Elektrolyte verloren. Um diese wiederzuzuführen, können Sie etwas Brühe trinken, alternativ gibt es auch Elektrolytlösungen in der Apotheke. Sobald Sie wieder feste Nahrung aufnehmen können, können Sie etwas Banane und Salziges wie zum Beispiel Salzstangen essen, da so der Kalium- und Natriumspeicher wieder aufgefüllt wird.

Die Symptome der meisten Magen-Darm-Infekte sind unabhängig vom Erreger relativ ähnlich, das Auftreten ist hingegen anders. Bei einer Magen-Darm-Grippe, ausgelöst durch Viren, schlagen die Symptome ganz plötzlich und heftig zu. Während bei einer bakteriellen Infektion zunächst Übelkeit oder Appetitlosigkeit auftritt, diese Beschwerden gehen dann in Durchfall oder Erbrechen über.

Schutzreflex des Körpers

Die Symptome einer Gastroenteritis sind sehr unangenehm. Trotzdem haben die Beschwerden einen gewissen Sinn: Der Erreger soll aus dem Körper geschleust werden, bevor größerer Schaden angerichtet wird. Verzichten Sie daher zunächst auf Medikamente, die das Erbrechen und den Durchfall stoppen. Denn eine Magen-Darm-Grippe ist oft harmlos und nach ein paar Tagen überstanden. Ist die Dauer der Magen-Darm-Grippe jedoch deutlich länger, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

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