Welche Arten von Gastritis gibt es?

17. September 2018

Eine Gastritis ist eine Erkrankung, bei der die Magenschleimhaut entzündet ist. Verschiedene Ursachen können für ihr Entstehen verantwortlich sein. Mediziner unterscheiden zwischen der akuten und chronischen Gastritis, abhängig von Symptomen und Dauer der Krankheit. Bei der chronischen Form gibt es drei Ausprägungen, die wiederum nach Auslösern eingeteilt sind. Welche Arten von Gastritis treten auf und welche Ursachen hat eine akute beziehungsweise chronische Gastritis?

Was ist eine akute Gastritis?

Bei einer akuten Gastritis treten die Beschwerden nur vorübergehend auf. Zu den typischen Symptomen gehören Magenkrämpfe, Völlegefühl sowie ein Blähbauch (Meteorismus). Oft kommen Übelkeit, Erbrechen und Sodbrennen hinzu.

Mögliche Ursachen, die zur Entstehung einer akuten Gastritis führen können:

  • ein verdorbener Magen, häufig bedingt durch verunreinigte Lebensmittel oder zu scharfes Essen
  • übermäßiger Konsum von Alkohol, Zigaretten oder Koffein
  • hohe emotionale Belastung
  • körperlicher Stress, verursacht durch Operationen oder Unfälle
  • Nebenwirkungen von Medikamenten, zum Beispiel Schmerzmitteln
  • das Betreiben von Leistungssport

Es ist enorm wichtig, eine akute Gastritis möglichst frühzeitig zu behandeln. Andernfalls kann sich eine chronische Gastritis entwickeln.

Was sind die Symptome einer chronischen Gastritis Typ A?

Eine chronische Gastritis bleibt häufig lange unerkannt

Die chronische Gastritis ist eine länger andauernde Erkrankung, von der meist Personen im mittleren Alter betroffen sind.

Eine chronische Gastritis bleibt oft lange unerkannt, da die Symptome abgeschwächter sind als bei der akuten Form. Bleibt die Krankheit jedoch unbehandelt, drohen schlimmere Leiden, wie Magengeschwüre oder Krebserkrankungen. Im Zweifel schafft eine Magenspiegelung Klarheit, ob eine chronische Gastritis vorliegt.

Es gibt drei Formen von chronischer Gastritis:

  • Gastritis Typ A
  • Gastritis Typ B
  • Gastritis Typ C

Die chronische Gastritis Typ A – eine Autoimmunkrankheit

Bei der Gastritis Typ A handelt es sich um eine sogenannte Autoimmunkrankheit, bei der sich Antikörper im Blut gegen körpereigenes Gewebe richten. Die Gefährdung kommt hier also von innen. Dieser Typ ist nicht sehr häufig, Experten gehen davon aus, dass etwa fünf Prozent der an chronischer Gastritis Erkrankten von dieser Form betroffen sind.

Was die Auslöser einer Gastritis Typ A sind, bleibt unklar. Eine erbliche Veranlagung oder Einflüsse aus der Umwelt zählen zu den möglichen Gründen, die eine solche Überreaktion des Immunsystems provozieren könnten.

Die chronische Gastritis Typ B und ihre Auslöser

Die meisten – vier von fünf – chronischen Gastritis Erkrankungen werden durch das Bakterium Helicobacter pylori hervorgerufen. Aus diesem Grund nennt man die chronische Gastritis Typ B auch bakterielle Gastritis.

Wie man sich mit dem Bakterium infiziert, ist bislang noch nicht geklärt. Das Bakterium besiedelt die oberen Schichten der Magenschleimhaut und schädigt die Magenschleimhaut. Bei unzureichender Behandlung erhöht sich das Risiko für schwerwiegende Erkrankungen wie Magengeschwüre oder Magenkrebs.

Was sind die Ursachen einer Gastritis Typ C?

Die Gastritis Typ C ist für ungefähr zehn Prozent aller chronischen Magenschleimhautentzündungen verantwortlich. Ausgelöst wird sie primär durch Nebenwirkungen von Medikamenten. Das können Schmerzmittel sein, aber auch Präparate zur Behandlung von Rheuma. Diese verursachen chemische Prozesse im Körper, die den Magen reizen und die Schleimhaut schädigen. Auch jahrelanger Alkoholmissbrauch kann zur chronischen Gastritis Typ C führen. In diesem Fall wird eine akute zu einer chronischen Gastritis.

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Jan Henkel
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