Wie behandelt man eine Magenschleimhautentzündung?

Die Behandlung einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis) kann verschiedene Ansätze verfolgen. Zum Beispiel kann sich die Therapie an den verschiedenen Arten und Auslösern einer Magenschleimhautentzündung orientieren. Bestimmte Medikamente wirken dabei unterstützend, da sie die Beschwerden bekämpfen. Ergänzend werden oftmals Hausmittel angewendet. Über die unterschiedlichen Facetten in der Behandlung einer Magenschleimhautentzündung erfahren Sie hier mehr – auch dazu, was Sie prophylaktisch tun können.

Wie sieht die Behandlung einer akuten Magenschleimhautentzündung aus?

Bei einer Gastritis sollten Sie auf zu stark gewürzte Speisen verzichten

Die nichtmedikamentöse Behandlung einer akuten Gastritis basiert häufig auf der Empfehlung des Arztes, sich ein paar Tage lang durch Schonkost zu ernähren. Haferschleim oder Zwieback ist zum Beispiel leicht verdaulich und bekömmlich. Zudem wird Betroffenen häufig geraten, nicht zu viel auf einmal zu essen, um den Magen nicht zu überlasten. Ein weiterer wichtiger Punkt: Auf gebratene und zu stark gewürzte Speisen sollten Patienten unbedingt verzichten.

Über den Tag verteilt trinken Betroffene am besten möglichst viel lauwarmen Tee und Wasser. Kohlensäure, Fruchtsäfte, Kaffee und Alkohol sind in dieser akuten Phase der Erkrankung tabu. Zudem wird Patienten geraten, sich im Bett auszuruhen und sich eine Wärmflasche auf den Bauch zu legen; vorausgesetzt, man empfindet die Wärme als angenehm.

Wenn diese Maßnahmen in der Behandlung einer akuten Gastritis umgesetzt werden, sollten die Beschwerden im Normalfall binnen weniger Tagen vorbei sein. Falls sich die Dauer der Magenschleimhautentzündung jedoch verlängert, können Medikamente helfen – bei der Behandlung von akuter wie chronischer Gastritis.

Welche Medikamente sind bei einer akuten Magenschleimhautentzündung wirksam?

Falls die vom Arzt aufgezeigten Verhaltensmaßregeln in der Behandlung einer Gastritis nicht von schnellem Erfolg gekrönt sind, wird oftmals die Einnahme von Medikamenten nötig. Dabei haben die Präparate entweder zum Ziel,

  • die Magensäure zu neutralisieren (zum Beispiel Antazida),
  • die Herstellung von Magensäure zu hemmen (H2-Rezeptor-Blocker) oder
  • die damit verbundene Übelkeit zu reduzieren.

Ergänzend können Medikamente zum Einsatz kommen, welche krampflösend auf den Magen wirken, sogenannte Prokinetika. Welche Medikamente in Ihrem Fall sinnvoll sind, wird Ihr behandelnder Arzt mit Ihnen besprechen.

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Iberogast bei Magenbeschwerden

Wie geht die Behandlung einer chronischen Gastritis vonstatten?

Es gibt verschiedene Arten einer chronischen Gastritis, wonach sich Ärzte bei der Behandlung einer Magenschleimhautentzündung richten.

Die chronische Gastritis Typ A ist meist mit dem Symptom der Blutarmut verbunden. Um die Blutarmut auszugleichen, wird regelmäßig das Vitamin B12 gespritzt.

Bei der häufig vorkommenden B-Gastritis steht die Bekämpfung des verursachenden Bakteriums Helicobacter pylori im Fokus. Hierbei werden zumeist zwei verschiedene Antibiotika sowie ein Säurehemmer eingesetzt, die den Erfolg der Behandlung dieser Form der Gastritis sichern sollen.

Bei der C-Gastritis sollten Arzneien generell gemieden werden, die im Verdacht stehen, diese Art der chronischen Magenschleimhautentzündung auszulösen. Weitere Maßnahmen sind nicht notwendig, außer in Abstimmung mit den behandelnden Ärzten geeigneten Ersatz für die Präparate zu finden, die den Magen aktuell so belasten.

Welche Hausmittel helfen bei der Behandlung der Gastritis?

Da es sich bei einer Gastritis – egal welcher Art – um eine ernsthafte Erkrankung handelt, sollten sich Betroffene nicht nur auf Hausmittel verlassen. Ein Besuch beim Facharzt schafft Klarheit bezüglich der Ursache, sodass eine zielgerichtete Behandlung der Gastritis eingeleitet werden kann.

Nichtsdestotrotz gibt es einige Hausmittel, die den Krankheitsverlauf einer Magenschleimhautentzündung positiv beeinflussen können. Ein Überblick:

  • Tee aus Minze, Kamille und Melisse wirkt entzündungshemmend, sodass sich die angegriffene Magenschleimhaut erholen kann.
  • Das regelmäßige Trinken von grünem Tee soll die Wahrscheinlichkeit senken, an einer Magenschleimhautentzündung zu erkranken.
  • Generell hilft es, nur Nahrungsmittel zu essen, die man auch verträgt; was zum Beispiel bedeuten kann, kein scharfes Essen zu sich zu nehmen.
  • Stress kann Ursache einer Gastritis sein. Verbringen Sie deshalb viel Zeit mit Dingen, die Ihnen guttun und sorgen Sie in Ihrem Alltag für Entspannung! Bewegen Sie sich zum Beispiel genug.

Einige der Hausmittel eignen sich nicht nur für die Behandlung einer Gastritis – die Vermeidung von Stress ist auch eine sinnvolle Maßnahme, um einer Magenschleimhautentzündung vorzubeugen.

Eine Gastritis durch vorbeugende Maßnahmen vermeiden

Vorsorge ist ein sinnvolles Mittel, um das Entstehen einer Magenschleimhautentzündung zu verhindern und somit eine Behandlung entbehrlich zu machen. Neben verschiedenen Maßnahmen zur seelischen Gesundheit – besonders der Vermeidung von Stress – umfasst dies vor allem Ratschläge für eine ausgewogene Ernährung. Dabei gilt es, nicht nur auf scharfe Gewürze zu verzichten. Genauso sollten Sie fetthaltige Nahrung oder Zitrusfrüchte meiden, da diese den Magen nachweislich angreifen können. Den gleichen nachteiligen Effekt hat übrigens der übermäßige Konsum von Nikotin, Alkohol oder Koffein. Zudem sollten Sie Ihr Essen gründlich zerkauen, da dies zu einer leichteren Verdaulichkeit beiträgt.

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