Die Magenschleimhautentzündung – Dauer und Verlauf

Die Magenschleimhautentzündung (Gastritis) ist eine relativ häufig vorkommende Krankheit des Magens, die mit vielen Symptomen einhergeht: Krämpfe, Schmerzen, Sodbrennen und Übelkeit sind nur einige davon. Wer von diesen Beschwerden betroffen ist, stellt sich die Frage: Wie lange dauert eine Magenschleimhautentzündung?

Dauer der Gastritis einschätzen

Eine Magenschleimhautentzündung kann sich über wenige Tage, aber auch über mehreren Wochen ziehen

Die Frage nach der Dauer einer Gastritis lässt sich nicht klar beantworten. Jeder Patient ist anders und hat eine andere körperliche Konstitution. Deswegen empfiehlt sich im Zweifel immer ein Besuch beim Facharzt, wenn Sie den Verdacht haben, an einer Gastritis zu leiden. Er kann der genauen Ursache auf den Grund gehen. Das ist auch für die erfolgreiche Behandlung einer Gastritis essenziell – denn erst wenn die Ursache bekannt ist, kann eine wirksame Therapie in Gang gesetzt werden.

Nicht zuletzt ist die Dauer einer Magenschleimhautentzündung vom Auslöser der Erkrankung abhängig. Welche Formen gibt es und wie lange machen sie den Betroffenen zu schaffen?

Arten einer Magenschleimhautentzündung

Es gibt zwei verschiedene Arten von Gastritis: die akute und die chronische Magenschleimhautentzündung. Der Arzt stellt im Rahmen einer Magenspiegelung fest, welche Form der Gastritis vorliegt. Die Dauer der Erkrankung hängt dabei davon ab,

  • wie ausgeprägt die Entzündung des Magens ist,
  • seit wann die Krankheit besteht und
  • ob sie für einen längeren Zeitraum unentdeckt blieb.

Letzteres kommt häufig bei der chronischen Magenschleimhautentzündung vor.

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Dauer einer akuten Magenschleimhautentzündung

Die Dauer einer akuten Magenschleimhautentzündung umfasst – bei wirksamer Behandlung – nur wenige Tage bis höchstens wenige Wochen bei komplizierteren Verläufen.

Bei der Behandlung reicht es oft schon aus, auf bestimmte Auslöser zu verzichten, wie etwa auf den übermäßigen Konsum von Alkohol, Nikotin und Kaffee oder auf zu stark gewürztes Essen. Meist genügen diese Maßnahmen zur Verbesserung bereits und die Beschwerden der Gastritis verschwinden schnell.

Sollte es trotz der Einschränkung zu keiner Besserung der Beschwerden kommen, werden vom Arzt zusätzlich Medikamente verschrieben, um die Gastritis und deren Dauer in den Griff zu bekommen. Dazu gehören Präparate, welche die Produktion der Magensäure verringern. Spätestens ein paar Tage nach der Einnahme sollte dann eine Linderung der Symptome eintreten.

Dauer der verschiedenen Arten einer chronischen Gastritis

Ein grundsätzliches Problem bei chronischen Magenschleimhautentzündungen ist, dass die Symptome nicht so gravierend verlaufen wie bei der akuten Gastritis. Betroffene sind häufig sogar völlig beschwerdefrei, aus diesem Grund bleibt eine chronische Gastritis oft längere Zeit unentdeckt.

Eine chronische Gastritis sollte nicht verschleppt werden. Denn so erhöht sich das Risiko, an einem schwerwiegenderen Magenleiden zu erkranken, wie etwa einem bösartigen Tumor.

Die drei Arten einer chronischen Magenschleimhautentzündung – Typ A, B und C – haben verschiedene Ursachen und werden daher unterschiedlich therapiert. Auch die Dauer der jeweiligen Gastritis ist verschieden:

  • Die Dauer einer chronischen Magenschleimhautentzündung des Typs C ist eher kurz. Immer vorausgesetzt natürlich, sie wird entdeckt: Ihr Auslöser ist nämlich meist die Einnahme eines Medikaments, das die Entzündung der Magenschleimhaut als Nebenwirkung aufweist. Die sogenannte C-Gastritis verschwindet also meist wieder – ohne dass dauerhafte Schäden zurückbleiben – kurz nachdem das schädliche Präparat abgesetzt wird.
  • Die durch das Bakterium Helicobacter pylori verursachte B-Gastritis ist – einmal entdeckt – nach einer Dauer von mehreren Wochen wieder komplett kurierbar. Dies gelingt durch die parallele Einnahme von drei Medikamenten, wobei eines davon ein Säureblocker ist und die anderen beiden zu den Antibiotika zählen.
  • Handelt es sich um eine Autoimmun-Gastritis – also Typ A – ist eine vollständige Heilung hingegen bislang nicht möglich. Die Dauer dieser Magenschleimhautentzündung ist also nicht einzugrenzen. Dies bedeutet aber nicht automatisch, dass betroffene Personen im Alltag stark eingeschränkt sind. Schließlich sind zum einen die Symptome überschaubar, zum anderen lässt sich eine häufige Begleiterscheinung, nämlich der Mangel an Vitamin B12 und die dadurch verursachte Blutarmut, durch die kontinuierliche Zufuhr des Vitamins wieder ausgleichen.

Dauer einer Magenschleimhautentzündung durch Vorbeugen verkürzen

Ziel der Vorbeugung ist es, die Dauer einer Gastritis zu verkürzen. Besser noch ist es, mit bestimmten Maßnahmen dafür zu sorgen, dass eine Magenschleimhautentzündung gar nicht erst entsteht. Das gelingt am besten durch die Vermeidung der Auslöser. Das bedeutet: Lieber Finger weg von zu scharfem Essen, Zigaretten und Alkohol. Ebenso ist es zielführend, Stress wenn möglich zu vermeiden und für genügend Entspannung im Alltag zu sorgen.

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