Die vielen Begleiterscheinungen von Magenschmerzen: Übelkeit, Blähungen und Co.

Magenschmerzen sind Ausdruck von verschiedenen Krankheiten und haben viele Ursachen. Aber oft reicht es nicht, dass Betroffene nur Magenschmerzen haben. Meist gehen mit den Beschwerden noch weitere Symptome wie Übelkeit, Erbrechen, häufiges Aufstoßen oder Blähungen einher. Wir geben Ihnen hier einen Überblick über die wichtigsten Begleiterscheinungen bei Magenschmerzen. Denn diese geben Hinweise darauf, warum die Magenschmerzen überhaupt entstanden sind.

Magenschmerzen bei gleichzeitiger Übelkeit und Erbrechen

Wie bereits erwähnt, deuten die verschiedenen Symptome bei Magenschmerzen auf deren Ursache hin. Problematisch ist allerdings, dass die Begleiterscheinungen meist unspezifisch sind.

Besonders oft gehen Magenschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen einher. Nicht immer muss dies aber zwingend ein Anzeichen für eine Krankheit sein. Viele Frauen leiden vor allem in den ersten Monaten der Schwangerschaft an einer morgendlichen Übelkeit, die begleitet ist von Magenschmerzen und Erbrechen.

Aber es gibt auch Krankheiten, bei denen Magenschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen zusammenhängen. Das klassische Beispiel hierfür ist die Magen-Darm-Grippe, bei der als weiteres Symptom noch Durchfall hinzukommt. Verantwortlich für das Entstehen dieser Form von Magenschmerzen ist meist ein viraler oder bakterieller Infekt im Verdauungstrakt.

Ein weiterer Fall, bei dem Magenschmerzen und Übelkeit zusammenfallen, ist eine Vergiftung durch Lebensmittel. In diesen Fällen ist das Erbrechen als Abwehrreaktion des Körpers zu verstehen, der sich von den schädlichen Stoffen im Organismus befreien will.

Auch eine Gastritis hat als Begleiterscheinungen Übelkeit und Erbrechen mit Magenschmerzen. Meist kommen dann als weitere Anzeichen noch Appetitlosigkeit und Völlegefühl hinzu.

Wissenswert:
Es gibt natürlich zugleich schlimmere Erkrankungen, die zu Magenschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen führen können, die aber ihren Ursprung nicht im Magen-Darm-Bereich haben. Darunter fällt zum Beispiel der Herzinfarkt. Dieser kommt als Entstehungsgrund für die beschriebenen Symptome im Alltag aber nicht sehr häufig vor, daher besteht hier wenig Grund zur Beunruhigung.

Magenschmerzen und Aufstoßen

Aber nicht nur Übelkeit und Erbrechen sind Begleiterscheinungen von Magenschmerzen. Viele Betroffene, die Magenbeschwerden haben, leiden auch an Sodbrennen und müssen vermehrt säuerlich aufstoßen. Sodbrennen resultiert meist entweder aus einer Gastritis, der Reflux-Krankheit oder aus einem Reizmagen. Bei Letzterem kommt als weiteres Symptom oft noch ein Völlegefühl zu den Magenschmerzen hinzu.

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Magenschmerzen und Blähungen

Magenschmerzen in Kombination mit Blähungen treten oft bei Lebensmittelunverträglichkeiten auf.

Blähungen in Kombination mit Magenschmerzen sind nicht selten auf den Konsum bestimmter Lebensmittel zurückzuführen. Schwer zu verdauen sind für viele Menschen zum Beispiel sämtliche Kohlsorten oder auch Bohnen. Eine ähnliche Wirkung haben übrigens Unverträglichkeiten gegen Gluten oder Milchzucker.

Gerade wer häufiger unter nächtlichen Magenschmerzen leidet, sollte auf bestimmte Lebensmittel besser verzichten.

Demgegenüber gibt es jedoch auch ernstere Erkrankungen, die Magenschmerzen mit Blähungen verbinden. Ein Beispiel hierfür ist der Darmverschluss, wobei die Anzeichen – die sich unter anderem an Verstopfung, Brechreiz und einem Blähbauch zeigen – eindeutig sind. Da ein Darmverschluss eine Notfallsituation darstellt, die unbehandelt zu schweren Komplikationen führen kann, muss in diesem Fall sofort ein Arzt aufgesucht werden.

Magenkrämpfe oder Magenschmerzen?

Magenkrämpfe verstehen wir als etwas Spezifischeres als Magenschmerzen. Der Meinung sind auch zahlreiche Experten. Wobei man erwähnen sollte, dass die Bezeichnungen in der Medizin als Synonyme verwendet werden, weil eine eindeutige begriffliche und inhaltliche Unterscheidung schwerfällt.

Magenschmerzen meinen jedoch meist ein eher allgemeines Unwohlsein, Magenkrämpfe sind dagegen ein konkreteres Leiden. Letztere treten in der Regel plötzlich auf, sind stark ausgeprägt und können brennen oder ziehen. Dabei ist die Stelle, an denen sich die Schmerzen zu spüren sind, enorm wichtig. Ist der Schmerz rechts unten, kann das ein Hinweis auf eine Blinddarmentzündung sein, die operiert werden muss. Oft kommen die Krämpfe im Bauch allerdings lediglich vom dem Verzehr verdorbener oder schwer verdaulicher Lebensmittel.

Noch einmal zusammengefasst:
Das Problem bei Magenschmerzen im Allgemeinen ist, dass es viele potenzielle Ursachen gibt und ebenso die verbundenen Begleiterscheinungen zahlreich sind. Dies erschwert das Treffen einer korrekten Diagnose. Im Zweifel gilt daher auch in diesem Fall: Sollten Ihre Magenschmerzen nicht nach kurzer Zeit wieder verschwinden und Übelkeit, Erbrechen, Blähungen und Aufstoßen länger anhalten, konsultieren Sie lieber einen Arzt, um sicher zu gehen.
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