Dauer einer Magen-Darm-Grippe

Meist beginnt die Magen-Darm-Grippe mit Übelkeit und Erbrechen. Dann kommt fast immer Durchfall hinzu, in manchen Fällen treten auch Kopf- und Gliederschmerzen oder Fieber auf. Eine Magen-Darm-Grippe ist akut: Beschwerden tauchen rasch und heftig auf, klingen aber auch schnell wieder ab. Die Symptome sind allerdings belastend und zehren aus, umso länger sie anhalten. Wir beantworten Ihnen, mit welcher Dauer einer Magen-Darm-Grippe Sie ungefähr zu rechnen haben.

Wie ist die Inkubationszeit einer Magen-Darm-Grippe?

Die durchschnittliche Inkubationszeit einer Magen-Darm-Grippe ist vom Erreger abhängig

Bei der Frage nach der Dauer eines Magen-Darm-Infekts kann es interessant sein zu wissen, ab wann die ersten Symptome auftreten. Diese Zeit von der Ansteckung bis zum Auftreten von Symptomen wird Inkubationszeit genannt. Dabei kann die Inkubationszeit schon ein erster Hinweis darauf sein, mit was man sich infiziert hat. Der jeweilige Erreger beeinflusst nicht nur die Inkubationszeit, sondern auch die Dauer der Magen-Darm-Grippe insgesamt.

Es gibt einige Erreger, bei denen die Inkubationszeit nur wenige Stunden beträgt, bei anderen dauert es deutlich länger, bis sich Krankheitszeichen bemerkbar machen. Dies hängt unter anderem vom körperlichen Allgemeinzustand der Person ab und davon, wie viele Erreger den Weg in den Magen-Darm-Trakt gefunden haben.

Die häufigsten Auslöser eines Magen-Darm-Infekts hierzulande sind Noro- und Rotaviren – bei diesen hochansteckenden Viren treten die Symptome rasch auf. Generell kann man daher sagen, dass die meisten Menschen schon nach wenigen Stunden merken, wenn sie sich eine Magen-Darm-Grippe eingefangen haben.

Die durchschnittliche Inkubationszeit bei häufigen Erregern:

  • Noro- und Rotavirus: 10 bis 50 Stunden
  • Salmonellen: 5 bis 72 Stunden, abhängig von der Menge der Salmonellen
  • E.coli-Bakterien: zwei bis zehn Tage
  • EHEC: meist drei bis vier Tage

Einer Ansteckung vorzubeugen, ist nicht immer einfach. Denn jemand, der sich infiziert hat, ist bereits ansteckend, auch wenn noch keine Symptome aufgetreten sind.

Vorsicht gilt auch nach dem Infekt:
Ein Magen-Darm-Infekt ist oft nach wenigen Tagen überstanden. Trotzdem kann ein ehemals Kranker weiterhin ansteckend sein – meist nur einige Tage, manchmal aber noch Wochen nach der Infektion. Schützen Sie Ihr Umfeld und achten Sie auch nach der Erkrankung auf Hygienemaßnahmen!

Wie lange dauern die Symptome an?

Die Dauer der Magen-Darm-Grippe lässt sich nur schwer abschätzen, da sie von verschiedenen Faktoren abhängt. Einfluss auf die Dauer hat:

  • der Erreger
  • die körperliche Reaktion auf die Infektion
  • der Gesundheitszustand (dazu gehört Ernährungszustand, Funktionsfähigkeit des Immunsystems und Begleiterkrankungen)
  • das Alter

Eine virale Magen-Darm-Grippe dauert zwischen einem und fünf Tagen. Die Symptome der viralen Infektion klingen oft so plötzlich ab, wie sie gekommen sind.

Bei der bakteriellen Infektion ist die Dauer meist länger. Je nach Bakterium kann es ein bis zwei Wochen dauern, bis die Magen-Darm-Grippe überstanden ist. Bakterielle Infekte, zum Beispiel durch Salmonellen oder E.coli-Bakterien, machen sich erst durch Übelkeit und Erbrechen bemerkbar, später kommt Durchfall hinzu. Das Abklingen der Symptome läuft ähnlich ab: Nach ein bis zwei Tagen verschwindet das Erbrechen, der Durchfall bleibt etwa zwei bis sieben Tage bestehen.

In den meisten Fällen reichen zur Behandlung der Magen-Darm-Grippe Hausmittel wie viel Trinken und leichte Kost. Dann verschwinden die Symptome oft von selbst nach einer gewissen Zeit.

Wenn die Magen-Darm-Grippe länger dauert

Was sollte man tun, wenn die Magen-Darm-Grippe die normale Dauer überschreitet? Besonders dann, wenn die Symptome über mehrere Tage anhalten und keine Besserung in Sicht ist, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Gerade Säuglinge, Kleinkinder und ältere Menschen sind anfällig für Magen-Darm-Infekte und werden schnell durch Erbrechen und Durchfall geschwächt. Wenn Sie bei anhaltenden Beschwerden rechtzeitig zum Arzt gehen, hat eine Magen-Darm-Grippe in der Regel keine Folgen.

Nur in wenigen Fällen kann aus einer akuten eine chronische Magen-Darm-Grippe werden und damit ein Leiden, das schlechter zu behandeln und langfristig ist. Betroffene fühlen sich permanent unwohl oder haben immer wiederkehrende Symptome. Außerdem kann eine bestehende Magen-Darm-Grippe in eine Magenschleimhautentzündung übergehen. Auch hier ist ein Besuch beim Arzt sinnvoll.

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