Wie kommt es zum Magenknurren?


Magenknurren kennen wir vor allem, wenn wir es morgens nicht mehr geschafft haben zu frühstücken. Irgendwann meldet sich der Hunger, was wir meist an dem grollenden Ton erkennen, den unser Bauch von sich gibt. Aber wie kommt es überhaupt zu diesem Magengeräusch?

Der Magen ist ein großer Muskel, der ständig in wellenförmigen Bewegungen arbeitet. Dies hört auch nicht auf, wenn wir länger nicht gegessen haben. Dann befinden sich im Magen überwiegend Wasser und Luft, die beim Durchmischen in Schwingung geraten. Dabei entsteht ein Geräusch, das noch verstärkt wird, weil der leere Magen wie eine Art Klangkörper wirkt. Das kann man sich wie bei einem Dudelsack vorstellen: Hierbei gelangt ebenfalls Luft durch Kontraktion in einen Hohlraum und erzeugt Laute. So ist das Magenknurren meist laut und deutlich hörbar.

Wer sich wundert, warum der Magen auch nach dem Essen knurrt: Vermutlich steckt er hier gar nicht dahinter. Denn nicht nur der Magen macht Musik, der Darm gibt ebenso gluckernde oder grummelnde Darmgeräusche von sich.

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Die Vorstellung von leckerem Essen kann die Magengeräusche bei leerem Magen noch intensivieren. Denn schon der Gedanke an ein Stück Pizza, einen Burger oder frischen Salat bringt die Magenbewegung in Schwung und verstärkt das Magenknurren. Noch lauter knurrt der hungrige Magen beim Anblick oder Geruch von Köstlichkeiten jeglicher Art.

Bei Magengeräuschen zum Arzt?


Auch wenn das Knurren manchmal bedrohlich klingen kann: Magengrummeln ist in der Regel völlig harmlos und kommt bei jedem Menschen hin und wieder vor.

Einen Arzt sollten Sie aufsuchen, wenn Sie zusätzlich folgende Symptome bei sich beobachten:

Der Arzt kann prüfen, ob beispielsweise eine Nahrungsmittelunverträglichkeit oder ein Reizmagen der Auslöser für die Beschwerden ist.

Sechs Tipps gegen Magengrummeln


Magenknurren ist nichts Schlimmes und kein Grund, sich zu schämen. Trotzdem empfinden wir es manchmal als unangenehm, wenn der Magen laut knurrt. In einigen Situationen, wie während einer Besprechung oder in der Bibliothek, ist es oft peinlich, wenn man durch seine Magengeräusche alle Blicke auf sich zieht. Um das zu vermeiden, können Sie folgende Tipps beachten:

  • Lassen Sie sich beim Essen Zeit und kauen Sie gründlich. Auch Sprechen während des Essens sollten Sie vermeiden, um möglichst wenig Luft zu schlucken.
  • Blähende sowie schwerverdauliche Lebensmittel wie Bohnen, Kohl und Fastfood sollten gemieden werden, um Darmgeräusche zu reduzieren.
  • Trinken Sie lieber stilles Wasser anstatt spritziges. Denn Kohlensäure kann ebenfalls glucksende Magengeräusche verursachen.
  • Essen Sie einen leichten Snack, bevor Sie in ein Meeting gehen.
  • Fenchelsamen und Kümmel sollen die Verdauung fördern und Magengrummeln reduzieren.
  • Versuchen Sie, sich bei Hunger abzulenken und nicht an Essen zu denken. Dadurch können Sie Ihren Bauch ein Stück weit überlisten.

Sehr häufiges Magenknurren kann außerdem ein Anzeichen für eine falsche Essgewohnheit sein. Unregelmäßige Essenzeiten oder das Auslassen von Mahlzeiten können dazu führen, dass man häufiger Magengeräusche von sich gibt. Sinnvoller ist es, mehrere kleine Portionen täglich zu sich zu nehmen und zumindest die Hauptmahlzeiten Frühstück, Mittagessen und Abendessen einzuhalten. Vermeidung von Stress im Alltag und eine gesunde Lebensweise mit viel Bewegung wirken sich ebenfalls positiv auf die Verdauung aus.

Wenn die Probleme weiterhin bestehen, hilft Ihnen vielleicht ein Ernährungstagebuch weiter. In diesem notieren Sie über einige Tage, was Sie gegessen und getrunken haben. Schreiben Sie auf, wenn Symptome wie Magenknurren oder Blähungen auftreten. Vielleicht reagieren Sie auf ein bestimmtes Nahrungsmittel besonders empfindlich.

Aufgewachsen in einer Familie aus Krankenschwestern und Journalisten, interessierte sich Miriam Och bereits sehr früh für die Themen Medizin und Medien. Nach verschiedenen Praktika im journalistischen Bereich – unter anderem bei der Deutschen Welle in Washington D.C. – absolvierte sie erfolgreich ihr Masterstudium Kommunikationswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. Seit 2017 arbeitet sie als Medizinredakteurin bei kanyo®, wo sie ihre beiden Leidenschaften optimal miteinander verknüpfen kann. Miriam Och Medizinredakteurin und Kommunikationswissenschaftlerin kanyo® mehr erfahren
Dr. Sabrina Mihlan hat sich schon während ihres Biologiestudiums besonders für die humanmedizinischen Themen interessiert. Daher spezialisierte sie sich auf Heilpflanzen und klinische Biochemie. Nach ihrer Promotion an der Universität Würzburg startete sie 2015 ihr Volontariat bei kanyo® und bereitet dort bis heute Themen aus Gesundheit und Medizin verständlich und übersichtlich für Sie auf. Sabrina Mihlan Medizinredakteurin und Biologin kanyo® mehr erfahren
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