Morbus Crohn: Definition, Ursachen, Symptome und Behandlung

Morbus Crohn ist eine Krankheit, die viele Ärzte immer noch vor ein Rätsel stellt. Bekannt ist, dass es sich bei Morbus Crohn um eine chronische, entzündliche Darmerkrankung handelt. Auch durch welche Symptome sich Morbus Crohn äußert, ist inzwischen weitestgehend klar. Noch nicht abschließend geklärt ist jedoch die Frage, welche verschiedenen Ursachen zu Morbus Crohn führen. Wie ist der Stand der Forschung zu Morbus Crohn und was sind Ursachen, Symptome und Formen der Behandlung dieser komplexen Erkrankung?

Morbus Crohn – was ist das eigentlich?

Morbus Crohn ist eine chronische Darmerkrankung, die sich durch Entzündungen innerhalb des gesamten Darms äußert

Morbus Crohn ist eine chronische, nicht ansteckende, aber auch nicht heilbare Erkrankung des Darmes, die mit Entzündungen innerhalb des gesamten Darms einhergehen kann. Charakteristisch für Morbus Crohn sind zudem die Schübe, die für Betroffene besonders schwer zu ertragen sind.

Vor allem Menschen im Alter von 15 bis 35 Jahren erkranken an Morbus Crohn. Insgesamt gehen Experten davon aus, dass ungefähr 300.000 Menschen in Deutschland an der Krankheit leiden.

Sind die Ursachen von Morbus Crohn bekannt?

Welche Ursachen für die Entstehung von Morbus Crohn verantwortlich sind, ist noch nicht geklärt. Die Diskussionen um die Ursachen von Morbus Crohn treiben die Fachleute um. Die Mehrheit der Experten geht von einem Zusammenspiel aus mehreren Faktoren aus. Zu den Wesentlichen gehören:

  • eine genetische Veranlagung
  • die Folge eines fehlerhaft arbeitenden Immunsystems
  • Umwelteinflüsse oder Befall von Bakterien
  • ein ungesunder Lebenswandel (Nikotin) sowie eine unausgewogene Ernährung
  • seelische Probleme als Verstärker von Morbus Crohn

Wie sehen die Symptome von Morbus Crohn aus?

Mögliche Symptome von Morbus Crohn gibt es viele. Diejenigen, die den Patienten in seinem Alltag am stärksten einschränken, sind im Magen-Darm-Bereich anzusiedeln. Besonders dann, wenn Morbus Crohn gerade akut ist, also ein Schub auftritt. Zu den typischen Symptomen zählen:

  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Blähungen
  • Krämpfe

Dabei ist festzuhalten, dass nicht alle Symptome von Morbus Crohn zwingend alle Patienten betreffen. Nichtsdestotrotz existieren viele Anzeichen von Morbus Crohn, die quasi alle Betroffene haben. Dazu gehört Durchfall (Diarrhö): Während eines Schubs haben Betroffene mehrmals am Tag Durchfall, der von starken Bauchkrämpfen begleitet werden kann. Diese Diarrhö verschwindet jedoch nicht wie bei einem gewöhnlichen Infekt nach mehreren Tagen. Oftmals hält sie mehrere Wochen an, mit damit einhergehendem Gewichtsverlust und einer grundsätzlichen körperlichen und seelischen Erschöpfung des Kranken.

Wie lässt sich Morbus Crohn diagnostizieren?

Bevor feststeht, ob man an Morbus Crohn leidet, muss der behandelnde Arzt eine Vielzahl von Maßnahmen durchführen, um den Verdacht abzusichern. Das Abtasten des Bauches gehört dazu, denn Schmerzen im rechten Unterbauch gelten als Indiz für die Darmerkrankung. Ein weiterer Teil der Diagnostik ist die Untersuchung des Darmausgangs, beispielsweise danach, ob bereits eine Analfissur (ein meist schmerzhafter Einriss) oder Fisteln (Verbindung zwischen Darmabschnitten) vorliegen, was auf Morbus Crohn hindeuten kann.

Darüber hinaus wird dem Patienten Blut abgenommen, das im Labor analysiert wird. Deuten die Werte beispielweise auf einen Nährstoffmangel und/oder eine Anämie hin, können dies weitere Indizien für die Erkrankung sein. Innerhalb einer abschließenden Darmspiegelung werden Proben des Gewebes entnommen. Stellt man dort die für Morbus Crohn kennzeichnenden Veränderungen fest, die häufig in Kombination mit Fisteln und Fissuren einhergehen, kann man mit relativer Sicherheit auf diese Erkrankung des Darmes schließen.

Wie wird Morbus Crohn behandelt?

Da man die Ursache von Morbus Crohn zurzeit noch nicht genau kennt, ist es noch nicht möglich, die Krankheit vollständig zu heilen. Deswegen konzentrieren sich Ärzte in der Behandlung von Morbus Crohn vor allem darauf, die Beschwerden so gering wie möglich zu halten und die Zeiten der Remission (Zeit mit abgeschwächten Symptomen) zu verlängern.

Ziel der Behandlung von Morbus Crohn ist, die beschwerdefreie Zeit zu verlängern.

Sollte sich der Patient akut in einem Schub von Morbus Crohn befinden, wird in der Therapie alles darangesetzt, sein Leiden durch das Zurückdrängen der Entzündung zu reduzieren. Dafür stehen zum Beispiel Medikamente auf Basis von Kortison zur Verfügung, die zwar das vorrangige Ziel erreichen können, aber gleichzeitig viele Nebenwirkungen haben. Dies ist auch ein Grund dafür, warum diese Präparate im Regelfall in der Langzeitbehandlung von Morbus Crohn nicht eingesetzt werden.

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