Häufige Fragen im Überblick

Welche Ursachen gibt es für ständige Übelkeit?

Die Gründe für Übelkeit sind sehr vielfältig. Es kommen beispielsweise eine Schwangerschaft, psychische Belastungen, Lebensmittelunverträglichkeiten oder chronische Darmerkrankungen infrage.

Ist ständige Übelkeit gefährlich?

In der Regel ist Übelkeit harmlos. Bleibt sie aber länger bestehen oder kommen weitere Symptome wie Erbrechen von Blut oder Schwindelanfälle hinzu, kann das auf ernste Erkrankungen hindeuten.

Wann sollten Betroffene bei Übelkeit zum Arzt?

Wenn unklare Übelkeit über einen Zeitraum von zwei bis drei Tagen oder länger anhält, ist es für Betroffene ratsam, einen Arzt aufsuchen.

Was hilft bei anhaltender Übelkeit?

Bei Übelkeit können unter anderem Hausmittel (Kräutertees, bekömmliche Nahrung) oder Medikamente (wie Antibrechmittel) für Linderung sorgen.

Welche Ursachen kommen bei ständiger Übelkeit infrage?


Übelkeit hat wohl jeder schon erlebt. Das Gefühl sich übergeben zu müssen, stellt sich beispielsweise ein, nachdem man zu viel gegessen hat und der Magen überlastet ist. Eine solcher Zustand wird als recht unangenehm wahrgenommen, jedoch geht er meist schnell wieder vorüber. Die Übelkeit kann aber ebenfalls ein Symptom vieler weiterer Ursachen sein.

Zu den möglichen Gründen für ein anhaltendes flaues Gefühl im Magen zählen:

Ständige Übelkeit in der Schwangerschaft

Übelkeit ist ein Symptom, welches vor allem zu Beginn der Schwangerschaft typisch ist. Bei einigen Frauen tritt es aber auch während der gesamten Schwangerschaft auf. Während manchen werdenden Müttern nur ab und zu morgens schlecht wird, leiden andere den ganzen Tag lang an ständiger Übelkeit und müssen häufig erbrechen.

Als Gründe hierfür vermuten Experten einerseits die allmähliche Gewöhnung des Körpers an das heranwachsende Baby, welches Platz im Bauchraum benötigt, und andererseits die Veränderung des Hormonhaushalts. Besonders am Anfang der Schwangerschaft kann das flaue Gefühl im Magen von Völlegefühl, Blähungen und vermehrter Müdigkeit begleitet werden.

Wenn Stress und Ängste auf den Magen schlagen

Schweißausbrüche, beschleunigter Herzschlag und schnelle Erschöpfung – das sind typische Anzeichen von Stress. Was vielen Menschen nicht bewusst ist: Eine dauerhafte psychische Anspannung, zum Beispiel durch familiäre Probleme oder Prüfungsstress, kann zudem chronische Magen-Darm-Beschwerden auslösen. Neben Durchfall oder Verstopfung tritt mitunter auch ständige Übelkeit auf. Nicht selten geht das durch die psychische Anspannung ausgelöste flaue Gefühl im Magen zusätzlich mit anhaltender Appetitlosigkeit des Betroffenen einher. In Extremfällen wird die Übelkeit sogar von Erbrechen begleitet.

Unverträglichkeiten als Ursache

Das Auftreten von ständiger Übelkeit nach dem Essen kann ein Hinweis auf eine Nahrungsmittelintoleranz sein. Einige Menschen vertragen beispielsweise keinen Fruchtzucker (Fruktoseintoleranz), der vor allem in Obst enthalten ist, oder den in Milchprodukten vorfindbaren Milchzucker (Laktoseintoleranz). Auch Unverträglichkeiten gegenüber Gluten (Klebereiweiß in verschiedenen Getreidesorten wie Weizen) oder Histamin (natürlicher Botenstoff, zum Beispiel in Rotwein und einigen Käsesorten) sind möglich. Neben Magenschmerzen, Blähungen und Durchfall zählt ebenfalls Übelkeit zu den typischen Symptomen.

Funktionsstörungen und Krankheiten des Verdauungstrakts

Menschen, die einen Reizmagen haben, leiden neben Beschwerden wie Appetitlosigkeit, dumpfen Schmerzen im Oberbauch, Völlegefühl oder Sodbrennen und Aufstoßen häufig unter andauernder Übelkeit. Die genaue Ursache der Funktionsstörung ist bisher noch nicht bekannt. Experten vermuten aber eine Kombination aus verschiedenen äußeren Einflüssen, wie Stress, ungesunde Ernährung oder der Konsum von Genussmitteln (zum Beispiel Alkohol und Zigaretten).

Weitere magenassoziierte Auslöser für chronische Übelkeit können unter anderem eine Magenschleimhautentzündung oder Magengeschwüre sein.

Auch Menschen mit chronischen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa leiden zum Teil an ständiger Übelkeit. Eine Blinddarmentzündung oder ein Darmverschluss stellen ebenfalls denkbare Gründe für das Unwohlsein dar. Bei Verdacht auf diese Erkrankungen sollte dringend ein Arzt aufgesucht werden, da sie lebensgefährliche Komplikationen bringen können.

Sonstige körperliche Erkrankungen als Grund

Die Ursache der Übelkeit muss nicht zwingend im Magen-Darm-Trakt liegen. Auch Erkrankungen in anderen Bereichen des Körpers führen mitunter zu einem flauen Gefühl als Begleitsymptom. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Leberentzündung (Hepatitis)
  • Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz)
  • Bluthochdruck
  • Nierenkrankheiten
  • Krebserkrankungen (insbesondere im fortgeschrittenen Stadium)

Außerdem können Übelkeit und Erbrechen Nebenwirkungen von Medikamenten oder Therapieverfahren sein. Besonders Präparate und Strahlentherapien, die zur Krebsbehandlung verwendet werden, schlagen vielen Patienten auf den Magen. Aber auch die regelmäßige Einnahme von Suchtmitteln wie Alkohol und Drogen kann ständige Übelkeit mit sich bringen.

Sonderfall Morbus Menière: Drehwurm im Kopf

 

Typisch für diese Erkrankung sind plötzliche Attacken von Schwindel, bei denen sich die Welt in rasender Geschwindigkeit dreht. Zu den weiteren Symptomen gehören Schwerhörigkeit und Tinnitus (Ohrensausen). Während der Schwindelattacken kann außerdem Übelkeit hinzukommen.

Die genaue Ursache der Erkrankung ist bisher noch nicht ausreichend erforscht, vermutlich führt jedoch eine Störung des Gleichgewichtssinnes im Innenohr zu den unvorhersehbaren Attacken. Eine Heilung der Krankheit ist nicht möglich. Die Behandlung mit Medikamenten zielt daher vor allem darauf ab, die Auswirkungen abzuschwächen und weiteren Anfällen vorzubeugen.

Wann sollten Sie bei ständiger Übelkeit zum Arzt gehen?


Übelkeit ist nicht gleich ein Grund zur Panik: In den meisten Fällen dauert ein flauer Magen oder Brechreiz nicht lange an. Leiden Sie jedoch über zwei bis drei Tage hinweg an ständiger Übelkeit, ohne dass es dafür einen ersichtlichen Grund gibt, sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen.1 Auch bei häufigem oder blutigem Erbrechen, ist der Besuch beim Mediziner dringend zu empfehlen. Letzteres kann sogar ein Fall für den Notarzt sein. Es handelt sich um ernstzunehmende Symptome, die auf gefährliche Erkrankungen wie Tumore (beispielsweise in Magen oder Speiseröhre) hinweisen können. Darüber hinaus sind weitere Beschwerden wie

Anzeichen, die einen Arztbesuch nahelegen. Der behandelnde Mediziner befragt den Betroffenen in der Regel nach Symptomen und Krankheitsgeschichte und kann weitere Untersuchungen wie Blut- oder Urintests durchführen. Auf dieser Basis stellt er — sofern es möglich ist — die Diagnose und wählt eine geeignete Behandlungsmethode.

Tipp:

Sind Sie von ständiger Übelkeit betroffen, sollten Sie genau beobachten, zu welchen Tageszeiten Ihnen besonders oft schlecht wird. Am besten notieren Sie dies in einer Art Tagebuch und vermerken außerdem, wann und was Sie vorher gegessen haben. Diese Informationen helfen dem Arzt bei der Diagnose.

Was tun gegen ständige Übelkeit?


Um Übelkeit zu bekämpfen, gibt es eine Reihe verschiedener Maßnahmen. Angefangen bei lockerer Kleidung und frischer Luft, helfen mitunter auch Hausmittel wie Kamillentee, Ingwer oder leichte Kost (wie Zwieback). Ist Stress der Grund für dauerhafte Verdauungsbeschwerden, sollte dieser nach Möglichkeit reduziert werden. Sport oder spezielle Entspannungstechniken (beispielsweise Meditation) können hierbei hilfreich sein.

Bei Lebensmittelintoleranzen führt dagegen oft eine angepasste Ernährung und der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel zur Linderung der Symptome. In schwereren Fällen von Übelkeit kommen gelegentlich Medikamente (beispielsweise Antibrechmittel) zum Einsatz. Diese sollten jedoch nur nach Absprache mit einem Mediziner eingenommen werden.

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Miriam Och Aufgewachsen in einer Familie aus Krankenschwestern und Journalisten, interessierte sich Miriam Och bereits sehr früh für die Themen Medizin und Medien. Nach verschiedenen Praktika im journalistischen Bereich – unter anderem bei der Deutschen Welle in Washington D.C. – absolvierte sie erfolgreich ihr Masterstudium Kommunikationswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg. Seit 2017 arbeitet sie als Medizinredakteurin bei kanyo®, wo sie ihre beiden Leidenschaften optimal miteinander verknüpfen kann. Miriam Och Medizinredakteurin und Kommunikationswissenschaftlerin kanyo® mehr erfahren
Jan Zimmermann Egal ob Video, Foto oder Text – Hauptsache die Kreativität kommt nicht zu kurz. Noch während seines Masterstudiums der Medienwissenschaften und der Arbeit als Multimedia Content Creator in München, entwickelte Jan Zimmermann eine Passion für das Schreiben. Seit 2018 lebt er diese als Medizinredakteur bei kanyo® aus. Jan Zimmermann Medizinredakteur und Medienwissenschaftler kanyo® mehr erfahren
Pauline Zäh Bereits als Kind wusste Pauline Zäh, dass sie einmal Redakteurin werden wollte. Lesen und Schreiben waren schon immer ihre großen Leidenschaften. Während des Journalismus-Studiums spezialisierte sie sich im Bereich Medizin. Für sie ein besonders wichtiges Feld, denn Gesundheit geht jeden etwas an. Seit 2019 ist sie Teil von kanyo®. Pauline Zäh Medizinvolontärin kanyo® mehr erfahren
Quellen anzeigen
  • 1Hauschild, Jana: Medikamente im Test. 9000 Arzneimittel geprüft und bewertet. Berlin: Stiftung Warentest Verlag 2017. S.246. - Stand 18.05.2020