Ständige Übelkeit kann viele Ursachen haben

17. September 2018

„Mir ist dauernd so schlecht!“, klagen viele Frauen während der Schwangerschaft. Aber nicht nur Schwangere leiden an chronischer Übelkeit. Auch anderen Menschen ist manchmal über mehrere Wochen hinweg übel. Oft dauert es jahrelang, bis Ärzte die Ursache der Beschwerden entdeckt haben, denn ständige Übelkeit kann ein Symptom vieler Krankheitsbilder sein. Wir geben Ihnen einen Überblick über mögliche Ursachen und klären Sie auf, wann Sie am besten zum Arzt sollten.

Welche Ursachen kommen bei ständiger Übelkeit infrage?

Durch die hormonellen Veränderungen leiden vor allem Schwangere in den ersten Wochen unter ständiger Übelkeit

Übelkeit hat jeder schon erlebt. Das Gefühl sich übergeben zu müssen, stellt sich beispielsweise ein, nachdem die Augen größer waren als der Magen. Den Nachschlag bereut man schon bald und fühlt sich elend. Diese Übelkeit ist zwar unangenehm, jedoch geht sie meist schnell wieder vorbei. Aber Übelkeit kann ebenfalls ein Symptom vieler weiterer Ursachen sein. Besonders wenn die Übelkeit ständig anhält, sollten Betroffene einen Arzt aufsuchen.


Zu den möglichen Ursachen von Dauerübelkeit zählen:

Tipp:
Leiden Sie an ständiger Übelkeit, sollten Sie genau beobachten, zu welchen Tageszeiten Ihnen besonders oft schlecht wird. Am besten Sie notieren dies in einem Tagebuch und schreiben außerdem dazu, wann und was Sie vorher gegessen haben. Das kann dem Arzt bei der Diagnose helfen.

Der Auslöser der Übelkeit muss jedoch nicht zwingend im Magen-Darm-Bereich liegen. Auch andere Erkrankungen haben als Begleitsymptom manchmal ständige Übelkeit. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Erkrankung der Nieren
  • Leberentzündung (Hepatitis)
  • Herzinsuffizienz
  • Magengeschwür
  • Krebserkrankung (insbesondere in fortgeschrittenem Stadium)
  • Bluthochdruck
  • Tumor im Gehirn oder Rückenmark

Übelkeit und Erbrechen können außerdem Nebenwirkungen von Medikamenten sein. Besonders Medikamente, die zur Krebsbehandlung verwendet werden, schlagen bei vielen Patienten auf den Magen. Aber auch eine regelmäßige Einnahme von Suchtmitteln wie Alkohol und Drogen kann ständige Übelkeit mit sich bringen.

Morbus Menière: Drehwurm im Kopf

Man kennt sie von Kinderspielplätzen: kleine Karusselle, auf denen sich Kinder im Kreis drehen können. Übertreibt man es mit der Geschwindigkeit, fühlt man sich danach schwindelig und wackelig auf den Beinen. Kinder, die sich zu schnell drehen, klagen danach manchmal über Übelkeit.

Ähnlich müssen sich Menschen fühlen, die an Morbus Menière erkrankt sind – das sind etwa eine halbe Million in Europa. Vor allem Menschen ab dem 40. Lebensjahr sind betroffen. Typisch für die Erkrankung sind plötzliche Attacken von Schwindel, bei denen sich die Welt in rasender Geschwindigkeit dreht. Zu den weiteren Symptomen gehören Schwerhörigkeit und Tinnitus. Während der Schwindelattacken kann außerdem ständige Übelkeit hinzukommen.

Die genaue Ursache der Erkrankung ist bisher noch nicht ausreichend erforscht, vermutlich führt jedoch eine Störung im Innenohr zu den unvorhersehbaren Attacken. Eine Heilung der Krankheit ist nicht möglich. Die Behandlung zielt daher vor allem darauf ab, die Auswirkungen der Krankheit abzuschwächen und weitere Anfälle vorzubeugen.

Wann sollten Sie bei ständiger Übelkeit zum Arzt gehen?

- Anzeige -

iberogast-magen

Übelkeit ist nicht gleich ein Grund zur Panik: In den meisten Fällen dauert ein flauer Magen oder Brechreiz nicht lange an. Leiden Sie jedoch länger als zwei Tage an ständiger Übelkeit, sollten Sie unbedingt Ihren Hausarzt aufsuchen. Auch bei häufigem Erbrechen oder wenn Sie Blut erbrechen müssen, ist der Besuch beim Arzt erforderlich. Dies sind ernstzunehmende Symptome, die auf eine Erkrankung der Speiseröhre oder des Magens hinweisen. Letzteres kann sogar ein Fall für den Notarzt sein. Darüber hinaus sind weitere Symptome wie Fieber, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Schwindel und Sinnesstörungen Anzeichen, die einen Arztbesuch nahelegen.

Der Arzt befragt den Patienten in der Regel nach Symptomen und Krankheitsgeschichte und kann weitere Untersuchungen wie Blut- oder Urintests durchführen, anhand derer er die Diagnose stellt und eine geeignete Behandlungsmethode wählt. In vielen Fällen können neben Hausmitteln auch Medikamente zum Einsatz kommen.

Auch interessant: So wirkt Iberogast® bei Magen-Darm-BeschwerdenAnzeige >>

Übelkeit bekämpfen – mit diesen Tipps gelingt es! >>

Morgenübelkeit: Was sind die Ursachen? >>
Miriam Och
Mail schreiben
Medizinredakteurin und Kommunikationswissenschaftlerin