Alles, was Sie zum Thema Speiseröhre wissen sollten

Viele Menschen beschäftigen sich nicht mit ihr, obwohl sie eine wichtige Funktion im Körper einnimmt: die Speiseröhre. Denn durch sie gelangt alles, was wir Tag für Tag essen und trinken, vom Mund über den Rachen zur weiteren Verarbeitung in den Magen. Entsprechend unangenehm kann es sein, wenn die Speiseröhre Schmerzen verursacht.

Was sind die Gründe für Probleme in der Speiseröhre?

Schmerzen in der Speiseröhre können sehr unangenehm sein

Die Speiseröhre (Ösophagus) ist ein etwa 25 bis 30 Zentimeter langer Schlauch aus Muskeln, der mit einer Schleimhaut ausgekleidet ist. Am unteren Ende des Ösophagus sitzt ein ringförmiger Muskel (Schließmuskel), der den Zugang zum Magen verschließt. Ist dieser geschwächt oder nicht mehr funktionsfähig, kann Magensäure zurück in die Speiseröhre fließen (Reflux-Krankheit). Das führt zu einer Reizung der empfindlichen Schleimhäute der Speiseröhre, die aufgrund dessen schmerzt oder brennt. Die Entstehungsgründe für Beschwerden können aber ebenso ihren Ursprung in den Organen des Verdauungstraktes haben, zum Beispiel bei einem verdorbenen Magen oder einer Entzündung der Magenschleimhaut.

Neben der erwähnten Refluxkrankheit, bei denen Betroffene an Sodbrennen und saurem Aufstoßen leiden, gibt es weitere Ursachen, die mehr oder weniger direkt von der Speiseröhre ausgehen, wie:

Auch wenn es viele verschiedene Ursachen von Erkrankungen der Speiseröhre gibt – die damit verbundenen Beschwerden ähneln sich häufig.

Erkrankungen der Speiseröhre: Woher kommen Schmerzen und andere Symptome?

Die verschiedenen Beschwerden sind abhängig vom genauen Entstehungsgrund des Leidens. Dabei tut die Speiseröhre im Besonderen aufgrund von Sodbrennen weh, sodass der gesamte Brustbereich brennt und darüber hinaus schmerzt und drückt. Viele Erkrankungen der Speiseröhre weisen dieses typische Merkmal auf, unter anderem der Zwerchfellbruch oder die Reflux-Krankheit, bei der ein krankhafter Rückfluss (Reflux) des sauren Mageninhaltes zurück in die Speiseröhre stattfindet. Sodbrennen als zentrales Krankheitssymptom bei Reflux findet man aber auch im Rahmen einer Speiseröhrenentzündung, dem Speiseröhrenkrampf oder einer Magenschleimhautentzündung (Gastritis). Die in die Speiseröhre zurückfließende Magensäure attackiert gleichermaßen den Zahnschmelz und gefährdet die Gesundheit der Zähne und führt zudem zu starkem Mundgeruch. Betroffene berichten häufig über chronischen Husten und Heiserkeit, so beispielsweise wiederum bei der Reflux-Krankheit oder der Speiseröhrenentzündung.

Übelkeit und Erbrechen sowie Magenschmerzen und Bauchkrämpfe sind weitere Anzeichen einer Erkrankung der Speisröhre, wenngleich diese ebenso auf allgemeinere Ursachen – wie Magen-Darm-Erkrankungen – zurückzuführen sein können.

Hingegen ist beispielsweise Blut im Stuhl relativ selten und nur bei schwerwiegenden Erkrankungen, wie beispielsweise Speiseröhrenkrebs, zu beobachten.

Bei den meisten Erkrankungen im Bereich der Speiseröhre kommen Schluckbeschwerden und der sprichwörtliche „Kloß“ im Hals hinzu, die beispielsweise bei einem Krebsleiden im weiteren Verlauf so schlimm werden können, dass die Patienten kaum noch Mahlzeiten ohne Schmerzen zu sich nehmen können. Daraus resultieren in der Folge oftmals Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust.

Symptome, die mit einer lädierten Speiseröhre zusammenfallen, gibt es viele. Und diese sind nicht immer harmlos. Bitte konsultieren Sie einen Arzt, wenn Ihre Beschwerden nicht nach kurzer Zeit wieder verschwunden sind.

Was tun, wenn die Speiseröhre brennt?

Abhängig von der Ursache und den Symptomen der Schmerzen in der Speiseröhre lassen sich eine Vielzahl von Maßnahmen finden, die verschiedenen Leiden wieder zu beenden. Im Fokus steht dabei das Beseitigen des sauren Aufstoßens, des Sodbrennens und des lästigen Druckgefühls im Brustbereich, weil dies die häufigsten Beschwerden im Zusammenhang mit der Speiseröhre sind.

Drei große Bereiche lassen sich dabei identifizieren:

  • eine Strategie zur Vermeidung der Auslöser,
  • die Einnahme geeigneter Medikamente sowie
  • die Anwendung von Hausmitteln.

Viele Probleme mit der Speiseröhre sind hausgemacht und resultieren aus dem eigenen Verhalten. Wenn Sie insgesamt auf eine gesunde – heißt ausgewogene und vitaminreiche und nicht zu fetthaltige – Ernährung achten, auf Genussmittel generell verzichten, sich genug bewegen und zudem darauf achten, nicht zu viel Stress zuzulassen, sind die ersten Schritte in die richtige Richtung bereits getan.

Zudem können Sie Hausmittel in der Behandlung von Problemen mit der Speiseröhre verwenden. Sie sollten beispielsweise Tees trinken, die die Schleimhäute der Speiseröhre beruhigen. Dafür bieten sich Aufgüsse aus Fenchel oder Malve an, was das Sodbrennen zurückdrängen kann. Wenn Sie rohe Kartoffeln zu sich nehmen, kann dies die Magensäure neutralisieren und der unangenehme Reflux nimmt ab.

Medikamente werden bei Beschwerden mit der Speiseröhre ebenso genutzt. So verringern Protonenpumpenhemmer zum Beispiel die Herstellung von Magensäure, was dazu beiträgt, Sodbrennen zu beenden. Darüber hinaus gibt es Arzneimittel zur Neutralisierung der Magensäure (Antazida), die sowohl Sodbrennen als auch den Reflux beseitigen können.

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