Welche Mittel gegen Sodbrennen gibt es?

23. April 2019
1 Min.

Sodbrennen ist mehr als nur unangenehm. Häufig empfinden es Betroffene als richtig schmerzhaft und schwer auszuhalten. Zum Glück müssen sich die Geplagten damit nicht abfinden. Verschiedene Mittel, allen voran Medikamente, wirken gegen das Sodbrennen und verschaffen Linderung. Erfahren Sie hier mehr zu den verschiedenen Arten der Arzneien.

Mittel gegen Sodbrennen – welche Medikamente helfen?

Medikament gegen Sodbrennen wird in Wasser aufgelöstArzneimittel bieten sich als Mittel gegen Sodbrennen besonders dann an, wenn die Ursache ein zuvor vom Arzt diagnostiziertes und länger bestehendes Magenleiden ist, das gleichzeitig mit mehreren Symptomen auftaucht. Zu den gängigen Medikamenten zählen:

  • Protonenpumpenhemmer (PPI)
  • H2-Blocker
  • Antazida

Dabei sind Tabletten gegen Sodbrennen eine häufige Variante. Zudem gibt es Tropfen, Granulate oder mit Flüssigkeit gefüllte Beutel und Kapseln. Da es eine große Auswahl an Arzneien gegen den brennenden Schmerz in der Brust gibt, sollten Sie sich immer (auch bei rezeptfreien Mitteln) von Ihrem Arzt oder Apotheker beraten lassen. Er kann Ihnen ursachenabhängig das passende Medikament zur Anwendung empfehlen, damit das Sodbrennen bald wieder verschwindet.

Welche Wirkung haben Protonenpumpenhemmer?

Protonenpumpenhemmer (PPI) werden als Mittel gegen Sodbrennen eingesetzt, um die Produktion von Magensäure zu unterdrücken. Deswegen sind sie auch als Säureblocker bekannt. Eingesetzt wird dieser Medikamententypus unter anderem bei der Behandlung der Refluxkrankheit, der Magenschleimhautentzündung oder Geschwüren im Magen oder im Zwölffingerdarm.

Allgemein sind Protonenpumpenhemmer in der Lage, die Magenschleimhaut zu schützen. Sie werden daher häufig als Begleitmedikament zu Schmerzmitteln eingenommen, um eine Schädigung des Magens zu verhindern. Zu den wichtigsten Wirkstoffen unter den Protonenpumpenhemmern zählen Omeprazol und Pantoprazol.

Mittel gegen Sodbrennen: Die H2-Blocker

Bei H2-Blockern wird infolge der Einnahme des Arzneimittels weniger Magensäure ausgeschüttet. Wenn der Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt, ist dieser nicht mehr so ätzend, wodurch das Sodbrennen abnimmt. Abhängig von der Dosierung gibt es H2-Blocker als Mittel gegen Sodbrennen in der Apotheke sowohl mit als auch ohne Rezept. Cimetidin und Ranitidin gehören zu den bekanntesten Wirkstoffen. H2-Blocker werden meist im Kampf gegen Säurereflux, Geschwüre im Magen oder bei einer Infektion mit Helicobacter pylori verwendet.

Wie wirken Antazida gegen Sodbrennen?

Antazida sind Medikamente, die die Magensäure in sehr kurzer Zeit neutralisieren und nur selten Nebenwirkungen hervorrufen, weswegen sie meist gegen Sodbrennen und saures Aufstoßen eingesetzt werden. Geeignet sind sie besonders bei kurzzeitigen Beschwerden, wenn Betroffene zum Beispiel einmal zu fett und/oder zu schnell gegessen haben. Auch bei einer Übersäuerung des Magens, bei der Refluxkrankheit oder bei einem allgemeinen Völlegefühl kommen sie zum Einsatz. Häufige Wirksubstanzen sind Magnesiumhydroxid, Aluminiumhydroxid oder Magaldrat.

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Anpassung der Lebensgewohnheiten als Mittel gegen Sodbrennen

Medikamente gegen Sodbrennen können bestehende Symptome lindern – die Ursache beseitigen sie hingegen nur selten. Daher ist es ratsam, das eigene Verhalten infrage zu stellen, denn gerade dieses trägt oftmals entscheidend zum Entstehen von Sodbrennen bei. Vermeiden Sie daher im Alltag bestmöglich:

  • zu fettes Essen und zu üppige Portionen
  • Alkohol und Nikotin
  • Stress
  • Bewegungsmangel

Beachten Sie diese Verhaltensregeln, lässt sich das Brennen in der Brust oft komplett vermeiden.

Hausmittel – Alternative zu Tabletten gegen Sodbrennen

Gerade bei akuten Beschwerden, die zum Beispiel nach einem Festmahl auftreten, müssen Sie nicht immer zu Arzneimitteln greifen. Folgende Hausmittel können für Linderung bei Sodbrennen sorgen und stellen einen Ersatz dar, falls Sie keine Medikamente im Haus haben:

  • Enziantee
  • in Wasser aufgelöstes basisches Pulver oder Heilerde

So entsteht Sodbrennen

Typisch für Sodbrennen ist ein brennender, vom Brustbereich in den Hals aufsteigender Schmerz. Sodbrennen oder Säurereflux entsteht, wenn Säure aus dem Magen entweicht und in die Speiseröhre gelangt. Da diese, im Gegensatz zur Magenschleimhaut, nicht geschützt ist, kommt es zur Reizung der Haut. Das löst wiederrum das unangenehme Gefühl aus, welches häufig von weiteren Beschwerden wie Völlegefühl oder Bauchschmerzen begleitet wird.

Welches Mittel gegen Sodbrennen zum Einsatz kommt, hängt unter anderem von der Ursache des Sodbrennens ab: Diese kann nämlich ganz harmlos und beispielsweise lediglich auf eine zu üppige Mahlzeit zurückzuführen sein. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, dass das Sodbrennen einen tiefgreifenden Entstehungsgrund, wie eine Erkrankung der Speiseröhre, hat. Daher sollten Sie sich, wenn Sie unter besonders starken oder anhaltenden Sodbrennen leiden (vor allem in Kombination mit weiteren Symptomen), an Ihren Hausarzt wenden. Dieser kann die passende Therapie einleiten oder Sie an einen Spezialisten (Gastroenterologen) weiterleiten.

Jan Henkel
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