Welche Mittel gegen Sodbrennen gibt es?

17. September 2018

Sodbrennen ist lästig. Denn der Schmerz, der dabei hinter dem Brustbein entsteht, ist nicht leicht zu ertragen und wird von vielen Betroffenen als heftig bezeichnet. Klar, dass man diese Beschwerden nicht einfach ignorieren kann. Daher fragen sich viele Patienten: Welche Mittel gegen Sodbrennen sind besonders wirksam?

Kurze Einordnung der verschiedenen Mittel gegen Sodbrennen

Mittel gegen Sodbrennen gibt es viele. Dabei lassen sich zwei große Teilbereiche unterscheiden:

  • Medikamente gegen Sodbrennen kann man grundsätzlich nach der Form differenzieren, in der diese eingenommen werden sollen. Dabei sind Tabletten gegen Sodbrennen eine gängige Variante, neben einem mit einer Flüssigkeit befüllten Beutel oder Kapseln.
  • Hausmittel werden innerhalb der Behandlung von Sodbrennen ebenso eingesetzt, im Besonderen bei nur kurzfristig bestehendem Leiden.
Basische Pulver in Wasser aufgelöst lindern akutes Sodbrennen

Welches Mittel gegen Sodbrennen angewandt wird, hängt auch von der Ursache des Sodbrennens ab: Diese kann nämlich ganz harmlos und beispielsweise lediglich auf eine zu üppige Mahlzeit zurückzuführen sein. Für diese Fälle genügen dann zur Behandlung oftmals Hausmittel gegen Sodbrennen, um die Beschwerden zu lindern.

Hat das Sodbrennen jedoch einen tiefgreifenden Entstehungsgrund – wie eine Erkrankung an der Speiseröhre – reichen diese Mittel gegen Sodbrennen nicht mehr aus, das Leiden zu beenden. Dann bieten sich unter anderem Medikamente gegen Sodbrennen an.

Zumal bei diesen schwerwiegenderen Erkrankungen auch die Anzahl an weiteren Symptomen steigt, die mit Sodbrennen einhergehen. Um diese zu kurieren, setzt man dann oftmals gleichermaßen Medikamente ein.

Medikamente als Mittel gegen Sodbrennen

Medikamente bieten sich als Mittel gegen Sodbrennen besonders dann an, wenn die Ursache ein zuvor vom Arzt diagnostiziertes und länger bestehendes Magenleiden ist, das gleichzeitig mit mehreren Symptomen verbunden ist.


  • Protonenpumpenhemmer unterdrücken beispielsweise die Produktion von Magensäure, weswegen sie auch Säureblocker genannt werden. So werden Sodbrennen und andere Beschwerden zurückgedrängt. Eingesetzt wird dieser Medikamententypus unter anderem bei der Behandlung der Refluxkrankheit, der Magenschleimhautentzündung oder Geschwüren im Magen oder im Zwölffingerdarm.
  • Bei H2-Blockern wird infolge der Einnahme des Medikaments weniger Magensäure ausgeschüttet. Wenn der Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt, ist dieser nicht mehr so ätzend, wodurch Sodbrennen abnimmt. H2-Blocker gibt es in der Apotheke sowohl mit Rezept – zum Beispiel mit dem Wirkstoff Cimetidin – als auch ohne – zum Beispiel mit dem Wirkstoff Ranitidin. Verwendet werden meist sie im Kampf gegen Geschwüre im Magen oder Darm oder bei einer Infektion mit Helicobacter pylori.
  • Antazida neutralisieren die Magensäure in sehr kurzer Zeit und sind dazu im Regelfall bekömmlich, weswegen sie gegen Sodbrennen und saures Aufstoßen häufig eingesetzt werden. Geeignet sind sie besonders bei kurzzeitigen Beschwerden, wenn man zum Beispiel einmal zu fett und/oder zu schnell gegessen hat. Ebenso genutzt werden sie bei einer Übersäuerung des Magens, bei der Refluxkrankheit oder bei einem allgemeinen Völlegefühl.

Neben diesen Mitteln gegen Sodbrennen existieren allerdings noch einige andere Maßnahmen, die man selbst ergreifen kann, um Sodbrennen zu verhindern beziehungsweise dessen Belastungen auf den Körper kleiner werden zu lassen.

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Hausmittel und Verhaltensanpassungen als wirksame Instrumente gegen Sodbrennen

Medikamente gegen Sodbrennen können bestehende Symptome lindern – die Ursache beseitigen sie hingegen nur selten. Daher ist es ratsam, das eigene Verhalten infrage zu stellen, denn gerade dieses trägt oftmals entscheidend zum Entstehen von Sodbrennen bei, was im Anschluss ebenso – zum Beispiel bei einer langfristig unausgewogenen Ernährung – zu weiteren Magen-Darm-Beschwerden führen kann.

Verzichten Sie daher im Alltag besser grundsätzlich auf:

  • zu fettes Essen und zu üppige Portionen
  • Alkohol und Nikotin
  • Stress sollten Sie vermeiden beziehungsweise aus dem Weg gehen, da Stress die Säureproduktion im Magen beschleunigt; oder versuchen Sie zum Beispiel durch Entspannungstechniken besser mit dem Stress umzugehen

Probate Mittel gegen Sodbrennen sind:

  • sich gesund zu ernähren
  • für ausreichend Bewegung im Alltag zu sorgen
  • das zugeführte Essen gründlich zu kauen
  • Unverträglichkeiten gegen Lebensmittel im Speiseplan sowie Nebenwirkungen von Medikamenten als potenzielle Auslöser von Sodbrennen zu berücksichtigen und entsprechend zu meiden

Gerade bei akutem Sodbrennen, das zum Beispiel nach einem Festmahl auftreten kann, empfehlen sich als Hausmittel:

  • das Anrühren eines basischen Pulvers gegen die Bildung von zu viel Magensäure
  • das Trinken eines Enziantees
  • die Einnahme von einem Teelöffel Heilerde aufgelöst in einem Glas Wasser

Alle drei Haumittel sind gleichermaßen geeignet, um den Magen zu beruhigen.

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Jan Henkel
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