Häufig gestellte Fragen zu Bauchschmerzen bei Kindern


Wie äußern sich Bauchschmerzen bei Kindern?

Leidet Ihr Kleines unter Bauchschmerzen sollten Sie beispielsweise darauf achten, ob es sich den Bauch hält, sich krümmt, über Übelkeit klagt oder unregelmäßigen Stuhlgang hat.

Wie machen sich Bauchschmerzen bei Babys bemerkbar?

Da sich Babys noch nicht selbst äußern können, ist es schwieriger hier eindeutig Bauchschmerzen festzustellen. Wenn es die Beine anzieht, viel weint und die Bauchdecke hart oder aufgebläht wirkt, können Bauchschmerzen dahinterstecken.

Wann mit Bauschmerzen beim Kind zum Arzt?

Grundsätzlich ist es immer ratsam, etwas öfter als zu selten zum Kinderarzt zu gehen. Kommen zu den Bauchschmerzen zusätzliche Symptome wie Fieber, Schüttelfrost, Erbrechen, Durchfall, Bauchkrämpfe oder eine stark angespannte Bauchdecke hinzu, ist ein Arztbesuch dringend angeraten.

Welche Ursachen können Bauchschmerzen bei Kindern haben?

Zur Vielzahl an möglichen Ursachen für Bauchschmerzen bei Kindern gehören zu fettiges, üppiges oder süßes Essen, eine Infektion des Magen-Darm-Trakts, Lebensmittelunverträglichkeiten, Parasiten (Würmer) oder eine Verstopfung. Auch psychosomatische Ursachen wie ein Übermaß an Stress, Ängsten oder Sorgen können zu Bauchweh führen.

Was tun, wenn das Kind Bauchschmerzen hat?

Neben Hausmitteln wie Wärmflaschen, Fencheltee, sanften Bauchmassagen, Entspannungs- oder kleinen Gymnastikübungen, ist es zudem ratsam, auf die Ernährung Ihres Kindes zu achten und diese zu hinterfragen. Isst es beispielsweise genügend Obst und Gemüse, trinkt es ausreichend, sind die Portionen möglicherweise zu üppig oder hat es eventuell eine Nahrungsmittelunverträglichkeit?

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Bauchschmerzen bei Kindern — Wenn es zwickt und rumort


Dass Kinder von Zeit zu Zeit unter Bauschmerzen leiden, ist nichts Neues. Nicht umsonst gehören Bauschmerzen — laut einer Umfrage zur Kinder- und Jugendgesundheit (KiGGS) — bei 3- bis 10-jährigen zu den häufigsten Schmerzen.1 Für gewöhnlich stecken jedoch keine ernsthaften Ursachen dahinter.

Ist das Kind bereits etwas älter, kann es sich üblicherweise selbst zu seinen Beschwerden äußern. Dennoch kann es für Eltern auch hilfreich sein, gezielt nach Bauchschmerzen zu fragen, wenn sich das Kleine beispielsweise den Bauch hält, über Übelkeit klagt oder unregelmäßigen Stuhlgang hat. 

Möglichst bald von einem (Kinder-)Arzt untersuchen lassen sollten Sie das Kind, wenn zusätzlich folgende Symptome auftreten: 

  • Fieber (ab 38,1 Grad Celsius)2 
  • Schüttelfrost 
  • Erbrechen 
  • Schmerzen beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang 
  • starker Durchfall 
  • kein Stuhlgang über mehrere Tage 
  • plötzlich auftretende, starke Bauchkrämpfe  
  • sehr hart gespannte Bauchdecke 

Neben den herkömmlichen Bauchschmerzen kommt es bei manchen Kindern mitunter zu sogenannten funktionellen Bauchschmerzen. Hierbei handelt es sich vermutlich um das Vorhandensein einer erhöhten Schmerzsensibilität. In selten Fällen leiden Kinder auch an chronischen Darmerkrankungen wie beispielsweise Morbus Crohn

Babys & Bauchschmerzen: Auch die kleinsten Bäuche grummeln


Nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Säuglingen und Babys sind Bauchschmerzen keine Ausnahme. Die Magen- und Darmfunktion reift erst allmählich aus, weshalb beispielsweise das Ausdehnen des Darms noch schmerzhaft sein und Beschwerden verursachen kann.

Üblicherweise sind die Verdauungsorgane beim Baby noch sehr empfindsam und die Herausforderungen für den Verdauungstrakt bleiben oftmals für das gesamte erste Lebensjahr bestehen. Blähungen, Durchfall und Verstopfung sind dabei mögliche Begleitsymptome zum Bauchweh.

Da Säuglinge noch nicht in der Lage sind, zu sagen, was ihnen fehlt, fällt es Eltern meist schwer, die genaue Ursache herauszufinden. Was helfen kann: Ein Baby, das Bauchschmerzen hat, zieht meistens die Beine an. Ist die Bauchdecke hart und wirkt aufgebläht, dann handelt es sich wahrscheinlich um Blähungen.

Grund hierfür ist häufig das Verschlucken von Luft beim Trinken, aber auch beim Atmen oder Weinen, die Magen und Darm aufbläht. Eine sehr gute Maßnahme, um Blähungen vorzubeugen, ist beispielsweise ein Bäuerchen nach der Mahlzeit.  

Wichtig bei Bauchschmerzen:

Wenn ein Säugling zusätzlich anhaltend und schrill schreit oder schlapp und apathisch wirkt, sollten Eltern umgehend zum Kinderarzt gehen. Er kann durch entsprechende Untersuchungen feststellen, ob beispielsweise eine ernstere Krankheit vorliegt.

Grundsätzlich gilt: Lieber einmal zu oft zum Arzt gehen. Kein Kinderarzt wird es Ihnen verübeln, dass Sie sich Sorgen um Ihr Kind machen.

Vielfältige Ursachen für Bauchschmerzen beim Kind


Schmerzen im Bauch zählen in der Regel zu den harmlosen Verdauungsbeschwerden. Gründe für deren Entstehen gibt es viele: So kann ein fehlender Stuhlgang über mehrere Tage verantwortlich sein. Im Kleinkindalter ist auch zu fettiges, zu üppiges oder zu süßes Essen als Auslöser zu nennen. 

Leiden Kinder neben Bauchschmerzen unter Symptomen wie Erbrechen, Durchfall und leichtem Fieber (38,1 bis 38,5 Grad Celsius), steckt oftmals eine Magen-Darm-Infektion dahinter.2 Sie wird in der Regel durch Viren ausgelöst. In diesem Fall ist es wichtig, dass Eltern ihre Kinder dazu animieren, viel zu trinken.

Andernfalls kann durch Erbrechen und Durchfall schnell ein Flüssigkeitsmangel (Dehydrierung) entstehen. Zudem ist ein (Kinder-)Arztbesuch sinnvoll, um die Ursachen zweifelsfrei abzuklären und gegebenenfalls mit Medikamenten zu behandeln. 

Manchmal sind die Bauchschmerzen bei Kindern auch Begleiterscheinung von ernsthafteren Erkrankungen wie einer Blinddarmentzündung oder einer Infektion der Harnwege. Seltener sind dagegen Vergiftungen oder Wurmerkrankungen ursächlich verantwortlich. Bei anhaltenden Beschwerden sowie weiteren Begleiterscheinungen wie Fieber sollte der Nachwuchs einem Kinderarzt vorgestellt werden. 

Auch Ängste & Sorgen können Bauchschmerzen verursachen

Nicht immer müssen Bauchschmerzen eine körperliche Ursache haben. Sie können auch dann auftreten, wenn das Kind sehr aufgeregt oder gestresst ist. Auslöser sind häufig übermäßig viele Eindrücke im Alltag, die noch nicht richtig verarbeitet werden können. Später sind auch Probleme in Kindergarten oder Schule beziehungsweise im Zusammenhang mit anderen Kindern möglich. Verschaffen Sie dem Kleinen in einem solchen Fall möglichst viel Ruhe und Geborgenheit.

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Tipps für Eltern: Den Bauschmerzen auf der Spur


Frau macht sich Sorgen wegen den Bauchschmerzen ihres Kindes

Die meisten Bauchschmerzen bei Kindern sind harmlos und verschwinden nach kurzer Zeit von selbst. Um sich dennoch einen ersten Überblick über mögliche Auslöser zu verschaffen, können Sie Folgendes tun: 

  1. Bitten Sie Ihr Kind, Ihnen zu zeigen, wo genau es wehtut. Kinder projizieren Schmerzen, die eigentlich in anderen Körperteilen liegen (zum Beispiel Halsschmerzen oder Rückenschmerzen), manchmal auf den Bauch. Mit dieser Frage können Sie feststellen, ob es sich wirklich um Bauchschmerzen handelt oder ob eine andere Ursache hinter dem Unwohlsein steckt. 
  2. Fragen Sie Ihr Kind, ob es gerne seine Lieblingsspeise essen möchte. Bei ernsthaften Bauchschmerzen hat es darauf höchstwahrscheinlich keinen Appetit. Bei sehr schmerzhaftem Bauchweh oder gar Bauchkrämpfen sollten Sie mit Ihrem Kind dringend einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache abzuklären. 

Sanfte Hausmittel gegen Bauchschmerzen bei Kindern


In der Regel ist Bauchweh harmlos und verschwindet von selbst wieder. Um ihrem Baby oder Kind im akuten Fall dennoch Linderung zu verschaffen, können Eltern einiges tun. 

Bei leichten Bauchschmerzen, bei denen nicht erkennbar ist, ob das Kind Verdauungsprobleme oder seelischen Kummer hat, bringen Ruhe und Wärme oft schon Erleichterung. Diese kann zum Beispiel in Form einer Wärmflasche oder eines (erwärmten) Kirschkernkissens erfolgen. 

Darüber hinaus können Sie folgende Tipps ausprobieren: 

  • Bei Verdauungsbeschwerden löst eine sanfte BauchmassageBlähungen sowie Verstopfung und kann schon beim Baby durchgeführt werden. Dafür wird der Bauch auf Höhe des Nabels vorsichtig im Uhrzeigersinn massiert. 
  • Ungesüßter Fencheltee beruhigt Magen und Darm. Der Tee sollte dabei nur lauwarm sein, um keine Verbrennungen zu riskieren. 
  • Auch Kümmel hat sich als linderndes Hausmittel bei Bauchschmerzen bewährt. In lauwarmer Form eignet sich ein Tee aus dieser Heilpflanze ebenfalls für Neugeborene, die gestillt werden. 
  • Sind Sorgen oder Ängste der Auslöser für Bauchschmerzen, ist es wichtig, dass das Kind Methoden zur Entspannung oder zum Umgang mit Ängsten erlernt. Nehmen Sie Ihr Kind doch einmal mit auf eine Fantasiereise oder probieren Sie gemeinsam progressive Muskelentspannung aus. Eine erste Anlaufstelle zur Beratung kann hierbei der Kinderarzt sein. Auch die eigenen Eltern oder Familien im Umfeld haben sicher einen Tipp oder Inspirationen parat. Ebenso finden sich im Internet beispielsweise zahlreiche Geschichten, die Eltern als Grundlage für eine entspannende Reise in die Fantasie nutzen können 
  • Mit größeren Kindern können Sie einfache Gymnastikübungen durchführen — zum Beispiel eine „Kerze“ machen (auf dem Rücken liegen, Beine senkrecht in die Luft) oder auf dem Rücken liegend „Radfahren“, um zu versuchen, die festsitzende Luft zu lösen.

Nicht jedes Hausmittel eignet sich gleichermaßen für jedes Kind. Vor allem bei Neugeborenen sollten Eltern Vorsicht walten lassen. Wer sich unsicher ist, fragt am besten den Kinderarzt um Rat.

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Gut zu wissen — Medikamente bei Kindern

In der Regel sind Eltern sehr vorsichtig, was die Gabe von Medikamenten bei Säuglingen und Kindern betrifft, denn viele Wirkungen sind bei den Kleinsten noch nicht ausreichend erforscht. Dennoch gibt es pflanzliche Mittel (sogenannte Phytotherapeutika), die sich durchaus zur Linderung von Bauchschmerzen bei Kindern eignen. Enthaltene Wirkstoffe sind hier beispielsweise Melisse, Kamille oder Pfefferminz. Welches Medikament in welcher Dosierung und ab welchem Alter zu verabreichen ist, klären Eltern am besten mit dem Kinderarzt ab.

Tipp gegen Bauchschmerzen bei Kindern: Ernährung unter die Lupe nehmen


Vor allem bei größeren Kindern lohnt es sich, die Ernährungsgewohnheiten zu überprüfen. Ist Ihr Kind viel Süßes? Sind die Portionen zu üppig? Nimmt sich Ihr Kind ausreichend Zeit für das Essen? Trinkt es genügend?

All diese Faktoren können die Darmfunktion beeinflussen und dazu führen, dass Bauchschmerzen oder Verstopfung entstehen. Für eine gesunde Darmfunktion und eine ausreichende Nährstoffversorgung ist es wichtig, ausreichend Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte zu essen.

Stark blähende Lebensmittel wie Kohl oder Zwiebeln sollten nur in geringen Mengen auf dem Speiseplan stehen. Achten Sie vorbeugend zudem darauf, dass Ihr Kind sich genug Zeit zum Essen nimmt und die Speisen ausgiebig kaut.

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Sollte Ihr Kind trotz angepasster Ernährungsweise noch immer über Schmerzen im Bauch klagen, kann es auch sein, dass es gewisse Lebensmittel wie Milchprodukte nicht verträgt. Um möglichen Unverträglichkeiten oder Allergien auf die Spur zu kommen, können Sie ein Ernährungstagebuch führen. Dieses nehmen Sie beim nächsten (Kinder-)Arztbesuch mit — so fällt es dem Mediziner leichter, die richtige Diagnose zu stellen.

Was essen bei Bauchweh?

Im akuten Fall empfiehlt es sich, auf leichte Kost zu setzen. Gut verdaulich sind beispielsweise Kartoffeln, Reis, Äpfel oder Möhren. Auf fettreiche Speisen sollte lieber verzichtet werden, um den Magen-Darm-Trakt nicht unnötig zu belasten.

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Peggy Richter Peggy Richter ist ausgebildete Journalistin und schreibt seit 2015 regelmäßig für kanyo®. Sie arbeitet gern an rechercheintensiven Themen und hat Freude daran, die komplexen und zum Teil widersprüchlichen Informationen rund um die Gesundheit so aufzubereiten, dass sie auch für Laien verständlich sind. Peggy Richter Autorin kanyo® mehr erfahren
Tanja Albert Von der Schülerzeitung übers Journalismus-Studium in die Online-Redaktion von kanyo® - Tanja Albert hat das Schreibfieber gepackt. Gemischt mit ihrem Interesse für Ernährungs- und Gesundheitsthemen stürzt sie sich Tag für Tag in die medizinische Recherche - und bringt das Ganze auch in die Sozialen Netzwerke, nämlich als Social Media Managerin. Tanja Albert Medizinredakteurin kanyo® mehr erfahren
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