Wie sieht die Behandlung von Reflux aus?

Reflux zeigt sich vor allem anhand brennender und/oder drückender Schmerzen hinter dem Brustbein. Für die Betroffenen ist das sehr unangenehm, daher ist das Ziel der Behandlung von Reflux, die lästigen Symptome zu lindern oder ganz zum Verschwinden zu bringen. Neben Medikamenten stehen im Kampf gegen die Krankheit viele weitere Mittel zur Verfügung.

Welche Hausmittel werden zur Behandlung von Reflux eingesetzt?

Haferflocken entlasten die Schleimhäute der Speiseröhre.

Die Behandlung von Reflux sollte sich im Allgemeinen immer an den genauen Ursachen der Beschwerden orientieren. Viele Auslöser können dafür verantwortlich sein, dass die Reflux-Krankheit entsteht und sich letztendlich in einer Vielzahl von Reflux-Symptome offenbart. Deshalb lohnt es – im Besonderen dann, wenn das Leiden über mehrere Tage oder sogar Wochen bestehen bleibt – einen Arzt aufzusuchen, der Sie gründlich untersucht, eine fundierte Diagnose stellt und dann eine passende Behandlung von Reflux in die Wege leiten kann.

In einigen Fällen können Hausmittel die Behandlung von Reflux zusätzlich unterstützen. Bei einem nur kurzzeitig bestehenden Reflux – der zum Beispiel auf ein zu üppiges Festmahl zurückzuführen ist – reicht ihre Anwendung häufig schon aus. Zur Verfügung stehen den Betroffenen zum Beispiel:

  • Das Trinken von Tees auf Kräuterbasis, welche den Magen beruhigen und die Produktion der Säure bremsen. Der zusätzliche Vorteil: Oft wirken Tees generell beruhigend und können dabei helfen, den Stress des Alltags – der ebenfalls Reflux auslösen kann – zu kompensieren. Im Besonderen eignen sich Aufgüsse aus Malve, Kamille, Melisse oder Fenchel, da diese die Schleimhäute zur Ruhe bringen und das lästige Sodbrennen verringern.
  • Der Verzehr von Haferflocken oder Speisen aus Reis oder Grieß gilt in der Behandlung von Reflux ebenfalls als wirksamer Helfer, da sie die Schleimhäute der Speiseröhre entlasten und von Säurerückständen befreien.
  • Rohe Kartoffeln eignen sich zum Neutralisieren der Magensäure. Dies gelingt, weil das Gemüse sehr viel Stärke enthält. Eingenommen werden kann die rohe Kartoffel dazu am Stück oder als gepresster Saft – beides wirkt gleichermaßen gut. Doch Vorsicht: Sie sollten das Hausmittel nur in kleinen Mengen nutzen, denn rohe Kartoffeln enthalten auch giftige Stoffe.

Um die starken Schmerzen am Brustbein abzuschwächen, bietet sich außerdem das Auflegen von Wärmflaschen oder ein Anbringen von Wickeln an die betroffenen Körperteile an.

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Welche Medikamente helfen bei Reflux?

In der Behandlung von Reflux stehen vor allem Medikamente im Fokus, welche die Magensäure binden oder ihre Produktion drosseln sollen. Dazu gibt es sowohl Präparate, die vom Arzt verschrieben werden müssen, als auch solche, die Sie ohne Rezept in jeder Apotheke erhalten.

Am häufigsten werden in der Behandlung von Reflux sogenannte Antazida als Medikamente eingesetzt. Diese weisen den Vorteil auf, dass sie nicht nur in kurzer Zeit wirken und die Magensäure neutralisieren: Zusätzlich sind Antazida einfach und schnell einzunehmen und werden von den meisten Patienten gut vertragen.

Aufseiten der verschreibungspflichtigen Medikamente gegen Reflux stehen beispielsweise die Protonenpumpen-Blocker (Protonenpumpenhemmer, PPI) zur Verfügung, die verhindern, dass der Magen zu viel Säure produziert. Auch sogenannte H2-Blocker können zum Einsatz kommen, um die Herstellung von Magensäure zu drosseln – sind in der Regel aber eher für eine kurzzeitige Einnahme bei Reflux geeignet. Daneben werden in der Behandlung von Reflux Sprays angewandt, die die Schleimhaut im Rachen beruhigen und bei der Heilung unterstützen, wenn die Magensäure bis in den Rachenraum vorgedrungen ist.

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Was kann man zur Behandlung von Reflux noch unternehmen?

Es gibt Faktoren, die das Auftreten von Reflux sowie vielen anderen Krankheiten im Magen-Darm-Trakt begünstigen. Stress – sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld – zählt genauso dazu, wie eine ungesunde Ernährung oder der übermäßige Konsum von Zigaretten, Alkohol und Kaffee.

Aus diesem Grund sollten Betroffene ihre Lebensgewohnheiten infrage stellen und gegebenenfalls ihren Ernährungsplan umstellen, wenn beide als potenzielle Auslöser des Refluxes identifiziert worden sind. Meiden sollten Betroffene zur Behandlung von Reflux daher:

  • zu fettige, zu stark gewürzte und zu zuckerhaltige Speisen
  • generell zu große Portionen beim Essen
  • hochprozentigen Alkohol, Nikotin, Koffein sowie Getränke, die (viel) Kohlensäure enthalten

Lieber sollten Sie auf Folgendes setzen:

  • einen fettarmen und vitaminreichen Ernährungsplan mit viel Gemüse, Obst und Ballaststoffen (beispielsweise enthalten in Vollkornprodukten)
  • viel Bewegung und körperliche Betätigung, nicht zuletzt, um für eine ausgewogene Work-Life-Balance zu sorgen
  • sich genug Zeit für das Essen zu nehmen, das bedeutet, dieses nicht zu schlingen und lieber mehrere kleine Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt zu sich zu nehmen
  • das Trinken von natürlichem Wasser und Kräutertee, zum Beispiel aus Kamille

Die zuvor genannten Vorschläge sind lediglich als Anregungen zu verstehen. Ein jeder Mensch ist anders und reagiert auf gleiche Einflüsse in unterschiedlichem Ausmaß. Prüfen Sie daher in der Behandlung von Reflux genau, welche vorbeugenden Maßnahmen für Sie besonders wirksam sind und wenden Sie diese – gegebenenfalls in Abstimmung mit Ihrem Arzt – an, damit Sie nicht mehr von lästigem Sodbrennen geplagt werden.

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