Alles Wissenswerte über Blähungen

17. September 2018

Blähungen sind in unserer Gesellschaft immer noch ein großes Tabuthema. Umso wichtiger ist es, sich darüber zu informieren, wenn man darunter leidet. In der Regel sind Blähungen (Flatulenzen) völlig harmlos und auf zu große oder zu fetthaltige Mahlzeiten zurückzuführen. Lästig sind sie aber trotzdem. In selten Fällen sind auch organische Erkrankungen wie eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse für das Entstehen von Flatulenzen verantwortlich.

Warum entstehen Blähungen?

Bei Sodbrennen fühlt sich der Magen wie ein Glas Sprudelwasser an

Gase im Darm sind ganz natürlich. Der Darm produziert bei der Verdauung unter anderem Wasserstoff, Methan und Kohlendioxid. Unangenehme Blähungen entstehen erst, wenn es durch die Ernährung zu einer vermehrten Gasproduktion kommt oder der Abtransport der Luft gestört ist. Zu einer vermehrten Produktion von Darmgasen kommt es insbesondere, wenn ballaststoffreiche Kost oder große Mengen an Kohlenhydraten oder Eiweiß zersetzt werden. Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Blähungen wird auch dadurch erhöht, dass man zu schnell isst. Über den gleichen Effekt berichten Betroffene, wenn sie zu viel und zu fettreich essen.

Blähende Lebensmittel und Getränke:

Zu den Lebensmitteln, die besonders Blähungen hervorrufen können, zählen unter anderem:

  • Milchprodukte (mit hohem Fettanteil)
  • Zwiebeln und Knoblauch
  • Vollkorn, frisches Brot
  • Hülsenfrüchte (zum Beispiel Bohnen, Kircherbsen)
  • Kohlgemüse (zum Beispiel Wirsing, Weißkohl, Sellerie, Sauerkaut)
  • unreifes Obst
  • Trockenfrüchte (zum Beispiel Datteln, Feigen)
  • scharfe Gewürze
  • kohlensäurehaltige Getränke
  • Alkohol

Das Entstehen von Blähungen wird außerdem durch grundsätzliche Unverträglichkeiten begünstigt. Wenn unser Körper bestimmte Stoffe oder Nahrungsmittel nicht richtig verarbeiten kann, entstehen in der unmittelbaren Folge Blähungen. Gerade bei Intoleranz gegen Laktose oder Fructose ist das der Fall. Ebenso problematisch kann das Einnehmen von Medikamenten wie Antibiotika sein, die Flatulenzen als Nebenwirkung haben.

Blähungen können darüber hinaus seelische Ursachen haben. Stress beispielsweise schädigt den ohnehin lädierten Magen zusätzlich.

Ferner existieren viele Magen- und Bauchkrankheiten, die als Nebenwirkungen Blähungen aufweisen. Zu den Wichtigsten zählen die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung, ein bakterieller Infekt oder ein gereizter Darm.

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Welche weiteren Symptome sind mit Flatulenzen verbunden?

Eine der gängigsten Symptome neben den eigentlichen Blähungen sind Schmerzen im Bauch und Magenkrämpfe. Typisch ist dies beispielsweise bei Unverträglichkeiten gegen Lebensmittel und/oder Medikamenten. Bei beiden sind als zusätzliches Leiden Durchfälle, Übelkeit und Erbrechen oder ein Völlegefühl nicht selten. Daraus können in der Folge Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und eine generelle Antriebslosigkeit entstehen. Beim Blähbauch kommt hingegen häufig noch Sodbrennen hinzu.

Wie sollte man Blähungen behandeln?

Grundsätzlich lassen sich drei Wege finden, wie sich Blähungen zielgerichtet behandeln lassen.

  1. Ärztliche Behandlung in Kombination mit chemischen Medikamenten gegen Blähungen.
  2. Pflanzliche Präparate gegen Blähungen.
  3. Hausmittel und vorbeugende Maßnahmen gegen Flatulenzen.

In schweren Fällen empfiehlt sich eine Behandlung von Blähungen durch den Arzt. Diese ist beispielsweise dann notwendig, wenn die Flatulenzen nicht nach kurzer Zeit verschwinden – also tagelang andauern. Dem Mediziner steht nämlich eine Vielzahl von Möglichkeiten zur Verfügung, die Betroffene selbst nicht haben. Das Verschreiben von Medikamenten ist nur eine davon.

Doch der Gang zum Arzt muss bei Blähungen nicht zwingend notwendig sein: Etwa dann, wenn der Entstehungsgrund unproblematisch ist. Wenn dem Betroffenen beispielsweise bekannt ist, dass seine Blähungen auf seine Ernährung zurückzuführen sind, können die damit verbundenen Beschwerden oft mit pflanzlichen Präparaten kuriert werden. Diese erhalten Sie ohne Rezept in jeder Apotheke. Es gibt auch jede Menge Hausmittel, die gegen Blähungen helfen. Zum Beispiel kann man nach dem Essen Petersilie essen, einige Tassen Tee mit Fenchel oder Anis täglich trinken oder den Unterbauch massieren.

Eine weitere geeignete Methode, Blähungen zu bekämpfen: Diese erst gar nicht entstehen lassen. Dies können Sie zum Beispiel dadurch erreichen, dass Sie nicht zu große Mengen an Lebensmitteln verschlingen, auf blähende Lebensmittel verzichten und auf solche, die Ihnen erfahrungsgemäß Probleme bereiten.

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Jan Henkel
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