Reflux: Das sind die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Reflux bedeutet übersetzt so viel wie „zurückfließen“ und bezeichnet einen gesundheitlichen Zustand, bei dem der Mageninhalt teilweise zurück in die Speiseröhre – also in die falsche Richtung – gelangt. Das kann aus unterschiedlichen Gründen passieren. Oft gibt es Probleme mit dem Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre. Welche Ursachen noch infrage kommen und welche Symptome, die mit der Refluxkrankheit zusammenfallen, typisch sind, erfahren Sie hier.

Welche Ursachen hat die Refluxkrankheit?

Menschen mit Übergewicht leiden häufiger an Reflux

Reflux entsteht oftmals durch eine übersteigerte Herstellung von Magensäure. Eine mögliche Ursache dafür ist ein ungesunder Lebensstil, der geprägt ist durch

  • fetthaltige Mahlzeiten,
  • zu viel Süßigkeiten,
  • zu schnelles Essen ohne richtiges Zerkauen der Nahrung und
  • viel Stress im Alltag.

Auch Bakterien wie Helicobacter Pylori können für den Reflux verantwortlich sein. Dann liegt zumeist eine Magenschleimhautentzündung (Gastritis) des Typs B vor. Doch auch Faktoren wie ein Zwerchfellbruch, ein Magengeschwür oder ein geschwächter Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen können Reflux verursachen.

Wenn der Druck im Bauchraum steigt, ist die Entstehung von Reflux auch möglich. Besonders häufig passiert dies bei Menschen mit Übergewicht oder während einer Schwangerschaft, vorwiegend in den letzten Wochen vor der Geburt. Das zusätzliche Gewicht drückt dann auf den Bauch und kann so den Mageninhalt zurück in die Speiseröhre pressen. Der gleiche Effekt liegt vor, wenn Betroffene ihr Krafttraining falsch oder einseitig durchführen und damit beispielsweise die Bauchmuskulatur zu stark belasten.

Welche Symptome sind mit Reflux verbunden?

Die unterschiedlichen Reflux-Symptome differieren nicht zuletzt aufgrund der verschiedenen möglichen Ursachen. Nichtsdestotrotz existieren – über alle Entstehungsgründe von Reflux hinweg – gemeinsame Anzeichen der Erkrankung. Typisch sind dabei:

Dazu entstehen als weitere Symptome von Reflux beispielsweise

  • Schluckbeschwerden,
  • Heiserkeit und
  • Husten.

Diese Beschwerden sind auch bei einer Refluxösophagitis – also einer Entzündung der Speiseröhre, die durch den zurückfließenden Mageninhalt verursacht wird – besonders häufig zu beobachten. Wird der Reflux nicht ausreichend behandelt und dadurch die Speiseröhre immer weiter angegriffen, verstärken sich die Symptome und eine Entzündung entsteht. Eine unbehandelte Refluxösophagitis kann im späteren Verlauf zu einer Krebserkrankung führen, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird.

Reflux rechtzeitig behandeln
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Zu den Möglichkeiten

Umso wichtiger ist es für Betroffene daher, Beschwerden nicht zu ignorieren und einen Arzt aufzusuchen. Beispielsweise dann, wenn Schmerzen auftreten oder die verschiedenen Symptome von Reflux über mehrere Tage oder sogar Wochen hinweg bestehen bleiben. Nichts ist für eine erfolgreiche Behandlung so wichtig wie eine gesicherte und zeitnah getroffene Diagnose, die der Experte mithilfe verschiedenster Untersuchungen stellen kann.

Wie sollte Reflux behandelt werden?

Die Reflux-Behandlung lässt sich in drei große Teilbereiche unterteilen:

  • dem Reflux vorbeugen
  • Hausmittel gegen Reflux
  • Medikamente gegen Reflux

Nicht selten ist die gastroösophageale Refluxkrankheit selbst verschuldet. Verschiedene Lebensgewohnheiten können dazu beitragen, dass sich Reflux ausbildet oder verschlimmert. Wenn Betroffene sich dessen bewusst werden und ihre Lebensgewohnheiten entsprechend anpassen, dann verringert sich für sie also gleichermaßen das Risiko, wieder an Reflux und den damit verbundenen Symptomen zu leiden. Zu den möglichen Maßnahmen zählen unter anderem:

  • sich ausgewogen (also gesund und abwechslungsreich) zu ernähren
  • nicht zu viel zu essen, am besten mehrmals am Tag und in kleinen Portionen
  • den Konsum von Genussmitteln wie Koffein, Alkohol und Nikotin zu reduzieren
  • Stress auszugleichen, zum Beispiel durch Sport und Bewegung
  • Wasser und Tee zu trinken sowie Getränke mit Kohlensäure zu meiden
  • Lebensmittelunverträglichkeiten und Nebenwirkungen von Medikamenten zu berücksichtigen

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Sollten Sie bereits an der Refluxkrankheit leiden, sind in minderschweren Fällen Hausmittel oft ausreichend, um die Beschwerden zu lindern. Im Blickpunkt steht dabei, die Produktion an Magensäure zu drosseln oder diese zu neutralisieren. Dafür werden als Hausmittel zum Beispiel rohe Kartoffeln oder in Wasser aufgelöste Heilerde eingesetzt.

Bei stärkeren Beschwerden können Medikamente gegen Reflux helfen: Antazida (säurebindende Mittel) sind gut verträglich und neutralisieren die im Magen überschüssig gebildete Magensäure. In der Regel verschaffen Sie den Betroffenen bereits nach wenigen Minuten Erleichterung. Daneben stehen beispielsweise auch Mittel wie die sogenannten Protonenpumpenhemmer (PPI) zur Verfügung. Bei ihnen handelt es sich um Präparate, welche die Herstellung von Magensäure behindern sollen. Zur Frage, welches Mittel am ehesten für Sie infrage kommt, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

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