Brechdurchfall: Warum er entsteht und wie Sie ihn wieder loswerden

17. September 2018

Die Bezeichnung Brechdurchfall gibt bereits Aufschluss darüber, worunter die Betroffenen leiden: nämlich unter Erbrechen bei gleichzeitigem Durchfall. Wir erklären Ihnen, warum Brechdurchfall entsteht und welche weiteren Symptome auftreten. Außerdem geben wir Hinweise, wie Brechdurchfall zielgerichtet behandelt werden kann und welche vorbeugenden Maßnahmen Sie selbst treffen können, damit es gar nicht erst soweit kommt.

So verläuft der Brechdurchfall

Brechdurchfall ist oft mit einem allgemeinem Krankheitsgefühl verbunden.

Brechdurchfall beginnt meist mit einem plötzlich auftretenden Unwohlsein. Kurz danach schließen sich die typischen Symptome einer Magen-Darm-Krankheit an, die in ihrer Intensität heftig ausfallen und den ganzen Körper stark beanspruchen. Der Brechdurchfall verschwindet anschließend häufig genauso abrupt, wie er gekommen ist. In der überwiegenden Anzahl aller Fälle dauern die Beschwerden nämlich lediglich zwischen 12 und 48 Stunden an.

Mit dem Brechdurchfall ist ein großer Verlust an Flüssigkeit verbunden, der zu Austrocknung und Kreislaufproblemen führen kann – bei kleinen Kindern oder älteren Menschen ein in manchen Fällen sogar lebensbedrohlicher Sachverhalt. Tritt dieser Notfall ein, ist ein gezieltes Gegensteuern im Rahmen einer ärztlichen Behandlung notwendig.

Welche Ursachen hat Brechdurchfall?

Das Symptom Brechdurchfall ist meist Ausdruck einer Entzündung des Verdauungstrakts, einer sogenannten Magen-Darm-Grippe. Hervorgerufen wird die Erkrankung zum Beispiel durch Viren, Bakterien oder Darmparasiten. Dabei ist der Norovirus der wohl bekannteste Auslöser einer Magen-Darm-Grippe. Die Viren werden in der Regel über den Kontakt mit verunreinigten Gegenständen oder den Verzehr roher Lebensmittel übertragen und befallen Magen und Darm. Um sich von den Erregern wieder zu befreien, setzt der Organismus einen Verteidigungsprozess in Gang, der sich in Brechdurchfall äußert.

Vor allem der Norovirus ist hochinfektiös, weswegen bei der Vorbeugung von Brechdurchfall vor allem Hygiene eine große Rolle spielen sollte.

Welche Symptome sind bei Brechdurchfall charakteristisch?

Zunächst einmal ist mit Brechdurchfall ein allgemeines Krankheitsgefühl verbunden, das sich an erhöhter Körpertemperatur sowie Kopf- oder Gliederschmerzen zeigt. Der ganze Organismus ist erschöpft: Ein Zustand, der durch

  • Übelkeit,
  • Erbrechen und
  • Durchfall noch verstärkt wird.

Auch Bauchschmerzen und Magenkrämpfe kommen in der akuten Phase der Erkrankung oft vor.

Wie ist Brechdurchfall zu behandeln?

Der Brechdurchfall ist ein Signal dafür, dass der Körper selbst an der Beseitigung der Ursache arbeitet. Das bedeutet, dass Betroffene Geduld aufbringen und dem Organismus Zeit geben sollten, sich selbst zu heilen. Dies dauert in der Regel maximal zwei Tage.

Wenn Sie nicht zu den besonders gefährdeten Personengruppen – wie älteren Menschen und Kindern – gehören, ist es oftmals möglich, den Brechdurchfall selbst zu behandeln. Die Beschwerden lassen sich in den meisten Fällen recht eindeutig zuordnen.

Was trinken bei Brechdurchfall?
Bei Brechdurchfall ist es vor allem wichtig, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten, da sehr viel Wasser verloren geht. Am besten geeignet sind stilles Wasser und Kräutertees, die den Magen beruhigen. Schwarzer Johannisbeersaft ist ebenfalls ein bewährtes Hausmittel bei Durchfall. Und auch Brühe, mit Nudeln oder Gries, wird als angenehm empfunden und füllt die Flüssigkeitsreserven auf. Cola sollte dagegen tabu sein! Das Koffein in der Cola entwässert, Light-Varianten können sogar abführend wirken.

Patienten haben in der akuten Phase des Brechdurchfalls meist keinen großen Appetit. Ihn gilt es wieder anzukurbeln, wenn das Leiden vorbei ist: Setzen Sie zunächst auf magenschonende Kost – wie Zwieback –, damit der Verdauungstrakt sich wieder normalisieren kann. Um dieses Ziel zu erreichen, helfen auch Hausmittel wie Enziantropfen. Karottengemüse oder Kartoffelbrei mit Wasser eignen sich ebenfalls als Schonkost bei Brechdurchfall.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Brechdurchfall

Brechdurchfall ist hoch ansteckend. Um einer Erkrankung vorzubeugen, sollte man nicht nur im Umgang mit Patienten, sondern auch im normalen Alltag Vorsicht walten lassen und auf Hygiene achten. Beachten Sie unter anderem diese Tipps:

  • Desinfizieren Sie nach dem Gang zur Toilette die Hände, wenn ein Magen-Darm-Virus kursiert.
  • Wischen Sie Gegenstände, die zu Hause oder im Büro von einer Vielzahl von Menschen benutzt wird (wie Lichtschalter, Telefone oder Toilettensitze) regelmäßig feucht ab.
  • Waschen Sie sich die Hände, wenn Sie nach Hause kommen oder jemandem die Hand gegeben haben.
  • Spülen Sie Obst und Gemüse vor dem Verzehr ab oder erhitzen dieses entsprechend.
  • Meiden Sie Körperkontakt, wenn ein Familienmitglied erkrankt ist.

Neben diesen Tipps zur Hygiene sollten Sie sich außerdem ausgewogen ernähren und auf eine gesunde Lebensweise achten, um dem Brechdurchfall vorzubeugen. Ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung sowie der Verzicht auf Genussmittel wie Alkohol und Nikotin wirken sich positiv auf das Immunsystem aus. Kommt ein gestärktes Immunsystem mit einem Erreger in Kontakt, kann es diesen deutlich besser abwehren.

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Jan Henkel
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