Die besten Hausmittel bei Magenschmerzen

Zu viel gegessen, zu wenig Verdauungssäfte oder eine Entzündung der Magenschleimhaut – Magenschmerzen können viele Ursachen haben. Oft kann bereits der richtige Tee für eine Linderung der Magenschmerzen sorgen. Aber auch andere Hausmittel haben sich dabei bewährt, die Symptome zu lindern. Welche das sind, erfahren Sie hier!

Die besten Hausmittel bei Magenschmerzen auf einen Blick

  • Nicht wirklich neu aber bewährt: Sanfte Bauchmassagen, eine Wärmflasche auf dem Bauch und vor allem Entspannung sind erste Maßnahmen, die Sie bei Magenschmerzen ausprobieren können.
  • Bei Magenschmerzen durch Übersäuerung kann Natronpulver ein geeignetes Hausmittel sein.
  • Auch diverse pflanzliche Mittel wie Sanddorn oder Artischockensaft können Magenschmerzen lindern.
  • Je nach Ursache der Magenschmerzen werden verschiedene Kräutertees empfohlen.
  • Eine mehrwöchige Heilkur kann vor allem bei ständigen Magenschmerzen in Erwägung gezogen werden.
  • Da Magenschmerzen häufig aus falschen Essgewohnheiten resultieren, sollten Sie einige Tipps bei Ihrer Ernährung beachten.
Hausmittel bei Magenschmerzen
Tees gegen Magenschmerzen
Heilkuren
Ernährungsempfehlungen

Hilfe bei Magenschmerzen mit den richtigen Hausmitteln

Verschiedene Teesorten helfen bei unterschiedlichen Ursachen von Magenschmerzen

Fast unbewusst massiert man sich bei Magenschmerzen den Bauch, um die Schmerzen zu lindern. In der Tat sind Bauchmassagen eine geeignete Methode, um Magenkrämpfe zu lösen. Am besten bewegen Sie Ihre Hand ganz sanft in kreisenden Bewegungen auf dem schmerzenden Bauch. Unser Tipp: Stecken Blähungen hinter den Beschwerden, ist es empfehlenswert, im Uhrzeigersinn zu massieren. So bewegen Sie die gestaute Luftmasse sanft in Richtung After.

Zusätzlich können ätherische Öle wie Kümmelöl für die Massage verwendet werden. Die altbewährte Wärmflasche ist bei Magenschmerzen ebenfalls zu empfehlen; denn eine angenehme Wärme löst Krämpfe und sorgt für Entspannung.

Entspannung ist ein gutes Stichwort: Häufig vergehen Magenschmerzen durch Essen nach kurzer Zeit von alleine wieder, wenn die zu üppige Mahlzeit verdaut ist. Bis dahin sollte man sich vor allem Ausruhen oder einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft unternehmen. Einen besonderen Stellenwert nimmt Entspannung ein, wenn Stress der Auslöser der Magenschmerzen ist: In diesem Fall können Entspannungsübungen wie autogenes Training unterstützen.

Wann zum Arzt?
Wichtig: Halten die Schmerzen länger an, fühlt sich der Bauch ungewöhnlich hart und angespannt an oder kommen weitere Symptome wie heftiges Erbrechen oder Fieber hinzu, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen und die Ursache der Beschwerden abklären lassen.

Ein häufiger Grund für die Magenbeschwerden ist eine Übersäuerung infolge von falscher Ernährung, Nikotin oder Stressfaktoren. Gerät der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht, können Magenschmerzen, aber auch Symptome wie saures Aufstoßen oder Sodbrennen entstehen. Gegen die Übersäuerung können Sie beispielsweise auf verdünntes Natronpulver zurückgreifen. Schon unsere Großeltern schätzten Natron nicht nur zum Backen, sondern auch als natürliches Magenschmerzen-Hausmittel. Die Anwendung ist ganz einfach: Lösen Sie einen Teelöffel Natron in einem Glas stillen Wasser auf und trinken dieses schlückchenweise leer. Das Natron ist in der Lage, die Säure zu neutralisieren. Jedoch sollte Natron nur mit Bedacht eingesetzt werden, da zu viel davon sogar das Gegenteil bewirken und die Produktion von Magensäure ankurbeln kann.

Natron – das müssen Sie wissen:
Unmittelbar im Anschluss an die Behandlung mit Natron sollten keine bitterstoffhaltigen Tees (zum Beispiel Enzian oder Wermut) getrunken werden, die die Produktion von Magensaft anregen. Des Weiteren sollten Sie nicht mehr als ein Teelöffel pro Tag einnehmen. Ein dauerhafter Gebrauch von Natron kann als Nebenwirkung zu Bluthochdruck oder einer Störung des Wasserhaushaltes führen. Auch Schwangeren wird von Natron als Hausmittel bei Magenschmerzen abgeraten, da Natron den Säure-Basen-Haushalt von Mutter und Kind beeinflussen kann.

Bei einem übersäuerten Magen wird außerdem Heilerde empfohlen, die beispielsweise in der Apotheke erhältlich ist. Heilerde ist reich an Mineralien und Spurenelementen. Damit sie die überschüssige Magensäure binden kann, müssen Sie dreimal täglich zwei Löffel der Erde in ein halbes Glas Wasser einrühren und trinken.

Weitere pflanzliche Mittel gegen Magenschmerzen sind Sanddorn, das Magenkrämpfe lindert, sowie die Schleifenblume. Studien weisen der Bitteren Schleifenblume, die in einigen Pflanzenpräparaten enthalten ist, krampflösende, beruhigende, entblähende und magenschleimhautschützende Eigenschaften zu. Ferner regt Ingwer die Verdauung an und wirkt beruhigend auf Magenkrämpfe. Wer keine scharfen Speisen verträgt sollte dieses Hausmittel gegen Magenschmerzen besser nicht verwenden.

Tees gegen Magenschmerzen

Ein warmer Kräutertee lindert Bauchschmerzen von innen heraus. Je nachdem, was die Ursache der Magenprobleme ist, sind unterschiedliche Teesorten zu empfehlen:

  • Stress: Melissentee wirkt bei Stress oder Nervosität entspannend und beruhigt den gereizten Magen. Gießen Sie einen Löffel Melissenblätter mit etwa 150 Milliliter kochendem Wasser auf. Pro Tag trinken Sie am besten zwei bis drei Tassen Tee.
  • Geringe Säureproduktion: Bitterstoffhaltige Tees wie Enzian, Wermut, Tausendgüldenkraut, Kalmus oder Schafgarbe wirken vor allem gegen Magenschmerzen aufgrund von zu wenig Magensäure. Die Ursache kann zum Beispiel eine Magen-Operation sein.
  • Krämpfe: Sind die Magenschmerzen krampfartig, helfen insbesondere Aufgüsse aus Anis-, Fenchel- oder Kümmelfrüchten.
Wichtig:
Auf Kaffee sollten Sie bei Magenschmerzen besser verzichten. Kaffee reizt die Magenschleimhaut und kann somit die Beschwerden noch verstärken.

Natürliche Heilkuren bei Magenschmerzen

Bei chronischen Magenschmerzen, zum Beispiel bei einem Reizmagen, oder als Begleittherapie beispielsweise bei einem Magengeschwür, kann eine mehrwöchige Kur die Magenbeschwerden lindern. Folgende Kuren können Sie bei ständigen Magenschmerzen ausprobieren:

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  • Kur mit Weißkohlsaft: Der Saft von Weißkohl kräftigt die Magenschleimhaut und ist deshalb vor allem bei Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwüren zu empfehlen. Um eine Wirkung zu erzielen, sollten Sie mindestens drei Wochen lang jeden Tag einen Liter Saft trinken. Weißkohlsaft ist im Reformhaus erhältlich. Oder Sie pressen sich den Saft einfach selbst: Geben Sie am besten noch etwas Kümmel hinzu, um Blähungen zu verhindern.halt
  • Kamillenteekur: Kamille ist ein erprobtes Hausmittel gegen Magenschmerzen. Sie wirkt entzündungshemmend und krampflösend. Zwei Tassen Kamillentee pro Tag tun empfindlichen Mägen deshalb gut.
  • Kartoffelsaftkur: Wer Probleme mit einem übersäuerten Magen hat, dem sei eine Kartoffelsaftkur geraten. Kartoffeln sind basisch und können die Magensäure neutralisieren. Saft aus rohen Kartoffeln ist ebenfalls im Reformhaus erhältlich. Trinken Sie für die Kartoffelsaftkur eine Woche lang jeden Tag etwa 100 Milliliter Saft.

Ernährungsempfehlungen bei Magenschmerzen

Magenschmerzen sind häufig auch ein Resultat von falschem Essverhalten. Mit diesen Tipps beugen Sie Magenschmerzen vor:

  • Essen Sie lieber mehrere kleine Portionen statt drei großer Mahlzeiten am Tag.
  • Verzichten Sie auf Lebensmittel, die Sie nicht vertragen.
  • Fettreiche, sehr scharfe und blähende Speisen können Magenschmerzen begünstigen.
  • Verzichten Sie auf alkoholische Getränke oder schränken Sie den Konsum zumindest ein.
  • Bei Magenschmerzen sollten außerdem kohlensäurehaltige Getränke tabu sein.
  • Verzichten Sie auf Süßigkeiten wie Schokolade.

Jeder Magen reagiert auf bestimmte Lebensmittel oder Getränke außerdem etwas unterschiedlich. Hören Sie deshalb auf Ihr Bauchgefühl: Der Magen weiß meist selbst am besten, was er will und was ihm gut tut.

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