Symptome bei Morbus Crohn?

17. September 2018

Morbus Crohn ist eine Krankheit, die den gesamten Darm betreffen kann. Die Ursachen der Erkrankung sind immer noch umstritten. Weniger kontrovers sind die Anzeichen von Morbus Crohn, hier finden Sie die wichtigsten Symptome.

Was sind erste Anzeichen von Morbus Crohn im Magen-Darm-Trakt?

Während eines Schubs leiden Morbus Crohn Patienten oft an Durchfall, Magenkrämpfen, Übelkeit und Erbrechen

Zunächst einmal gilt: Nicht alle Symptome von Morbus Crohn betreffen alle Patienten. Doch es gibt einige Anzeichen von Morbus Crohn, unter denen viele der Betroffenen leiden.

Häufig fängt Morbus Crohn mit leichten Bauchschmerzen an. Selbstverständlich sind Bauchschmerzen allein noch kein Indiz für Morbus Crohn. Oft ist die Ursache für solche Schmerzen wenig dramatisch und auf unverträgliche Nahrung oder einen Infekt zurückzuführen – Bauchkrämpfe können viele Ursachen haben.

Alles in allem sind die Symptome im Magen-Darm-Bereich die Hauptbeschwerden bei Morbus Crohn. Diese sind nicht immer gleich stark ausgeprägt, denn Morbus Crohn verläuft grob unterteilt in zwei Stadien: In der akuten Phase – wenn es zu Schüben kommt – sind die Symptome heftiger als in Ruhezeiten, in welcher der Darm zum Beispiel durch die Einnahme von Medikamenten nicht oder kaum entzündet ist. In diesem Stadium sind die Patienten oftmals sogar beschwerdefrei.

Während eines Schubes sind die Symptome von Morbus Crohn äußerst belastend:

  • Mehrmals am Tag haben die Betroffenen schwere, wässrige Durchfälle. Der Durchfall enthält kein Blut, hält aber meist über mehrere Wochen an. Die Erkrankten sind geschwächt.
  • Die Durchfälle gehen nicht selten mit schmerzhaftem Bauchweh, Blähungen und Magenkrämpfen einher. Die Magenkrämpfe treten vor allem in der rechten Hälfte des Unterbauchs auf, weil dort die Stellen angesiedelt sind, die von Morbus Crohn am ehesten betroffen sind.
  • Ebenso zählen Übelkeit und Erbrechen zu Symptomen von Morbus Crohn.

Bei Morbus Crohn handelt es sich um eine chronische Erkrankung. Die Beschwerden begleiten einen Erkrankten ein Leben lang. Hat man schon mehrere Schübe hinter sich und dauert die Erkrankung bereits mehrere Jahre, kommen weitere Anzeichen hinzu. Die wiederkehrenden Entzündungen haben hier zu einer dauerhaften Schädigung der Schleimhäute und der Magenwände geführt. Die Folge können eitrige Abszesse, Analfissuren (meist schmerzhafte Einrisse) oder Fisteln sein. Fisteln sind Verbindungen verschiedener Bereiche des Darmes.

Nicht nur der Magen-Darm-Trakt ist betroffen

Im Magen-Darm-Bereich sind die gravierendsten Anzeichen für Morbus Crohn zu finden. Es gibt aber auch andere negative Begleiterscheinungen der Erkrankung, die weniger bekannt sind.

Zu diesen Symptomen von Morbus Crohn zählen:

  • Eine grundsätzliche Erschöpfung und Müdigkeit, die es den Betroffenen oftmals erschweren, den Alltag zu bewältigen. Patienten fühlen sich oft schlapp und krank.
  • Die Durchfälle haben einen Gewichtsverlust zur Folge, der nicht selten zu Appetitlosigkeit führt.
  • Dazu kann eine erhöhte Körpertemperatur, also leichtes Fieber kommen.
  • Entzündungen der Gelenke, der Haut oder der Augen und Schmerzen in der Wirbelsäule oder in speziellen Organen, wie zum Beispiel der Leber, kommen hinzu.

Die zahlreichen Symptome innerhalb und außerhalb des Magen-Darm-Bereichs zeigen, welche umfassenden Auswirkungen Morbus Crohn auf den Alltag hat. Die Krankheit schränkt die Lebensqualität vieler Betroffener stark ein. Daher ist es wichtig, dem behandelnden Arzt sämtliche Beschwerden ausführlich zu beschreiben. Denn nur so ist dieser in der Lage, eine fundierte Diagnose zu stellen und zu beurteilen, ob es sich um das Krankheitsbild Morbus Crohn handelt oder nicht. Ausschließlich durch diese Vorgehensweise ist sichergestellt, dass der Experte in einer anschließenden Behandlung das richtige Vorgehen auswählen kann.

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Jan Henkel
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